Pumpensteuerung mit mechanischen und elektronischen Druckschaltern

Die Pumpensteuerung durch Druckschalter bewirkt das Anlaufen der Tiefbrunnenpumpe, wenn der Wasserhahn aufgedreht oder der Rasensprenger eingeschaltet wird.

Sinkt der Druck im Leitungssystem unter den fest eingestellten oder einstellbaren „Einschaltdruck“ ab, schaltet die Pumpensteuerung/der Druckschalter die Pumpe ein. Dieses Verhalten haben alle Druckschalter gemeinsam. Beim Ausschalten der Pumpe gibt es aber wesentliche Unterschiede bei den verschiedenen Schalterarten. Dies bezieht sich sowohl auf elektronische als auch auf mechanische Druckschalter.

Pumpensteuerung durch elektronischen Druckschalter

PumpensteuerungDer altbekannte und zuverlässige Presscontroll war je nach Modell entweder auf 1,5 oder auf 2,0 bar Einschaltdruck eingestellt. Elektronische Druckschalter werden neuerdings auch mit einstellbarem Einschaltdruck von 1,5 bar bis 3,5 bar angeboten.  Der Ausschaltdruck ist aber erst in einer höheren Preisklasse regelbar.

Im Zusammenwirken mit einem Ausdehnungsgefäß mit konstantem Vordruck, sollten beide Kompenenten auf den gleichen Einschaltdruck eingestellt werden. Unterbleibt dies, wird die ausgleichende Wirkung des Ausdehnungsgefäßes nicht optimal genutzt. Im Klartext, Vordruck des Ausdehnungsbehälters beträgt 2 bar, Einschaltdruck des Presscontrol beträgt aber 1,5 bar, funktioniert nicht richtig.

Ausdehnungsgefäße sind oft luftgefüllt und die Membran ist mit einem Autoventil ausgestattet. Dadurch kann der Vordruck leicht mit einem Reifenfüller mit Manometer dem Einschaltdruck des Druckschalters angepasst werden. Übrigens, 50 Liter Inhalt sollte ein Membranausgleichsbehälter schon fassen, um damit eine beachtenswerte Druckausgleichswirkung zu erreichen. Der Vordruck sollte mindestens 2 mal jährlich kontrolliert werden. Ausdehnungsgefäße mit einer hochwertigeren Gasfüllung sind für den Hausgebrauch natürlich ungleich schwerer nachzufüllen, als solche mit Luftinhalt.

Elektronische Druckregler enthalten wie der mechanische Druckschalter auch einen Trockenlaufschutz. Weil der Ausschaltzeitpunkt nicht eingestellt werden kann, läuft die Pumpe mit voller Leistung bis ihr Maximaldruck erreicht ist. Das ist der gleiche Effekt, wie wenn ein Auto ständig Vollgas fährt, was nicht besonderss materialschonend wirkt.

Elektronische Druckschalter mit variablem Einschaltdruck sind bereits ab ca. 40 Euro erhältlich. Elektronische Druckschalter beinhalten ein Rückschlagventil und einen Trockenlaufschutz. Wenn man etwas mehr Geld ausgiebt, erhält man auch Modelle mit präziserer Elektronik. Für den Hausgebrauch reicht das oben abgebildete Model von Agora Tec jedoch völlig aus.

Brio Top elektronische Pumpenstuerung mit einstellbarem Abschaltdruck.

Der Brio Top elektronische Druckschalter lässt jetzt auch die Regelung des Abschaltdruckes zu und bietet damit ähnlich wie die mechanischen Druckschalter eine teilvariable Steuerung an.  Mit ca. 115 Euro ist er aber um ein Mehrfaches teurer als ein mechanischer Druckschalter

Mechanischer Druckschalter als (teil)-variable Pumpensteuerung.

Beim mechanischen Druckschalter kann sowohl der Einschaltdruck als auch der Ausschaltdruck durch Stellschrauben einfach reguliert werden. Dadurch ist es möglich die Druckleistung der Tiefbrunnenpumpe zu begrenzen. Die Motordrehzahl kann damit nicht geregelt werden. Ein wirklich gleichbleibender Druck unter allen Betriebsbedingungen kann auch durch den mechanischen Druckschalter nicht geleistet werden.

Die Pumpe läuft dann nur bis zum Erreichen des eingestellten Abschaltdrucks. Durch diese Leistungsreduzierung, die sich natürlich auch auf die Fördermenge auswirkt, kann die Pumpe dann auch zum Klarpumpen mit verminderter Leistung eingesetzt werden. Zum Anschluss an das System ist wegen des kleineren Gewindes oft ein Adapter erforderlich. Ansonsten bewegen sich die Preise für die Pumpenstuerung  durch mechanische Druckschalter auch im unteren zweistelligen Bereich. Aber Vorsicht, im Gegensatz zurm elektronischen Druckregler haben viele billige mechanische Schalter keinen Trockenlaufschutz.
Schwieriger wird die Pumpensteuerung wenn die Entnahmemenge zu gering ist. Dies kann der Fall sein wenn die Sprühdüse eines einzel benutzten Gartenschlauches sehr fein eingestellt wird. Auch der alleinige Betrieb eines Sprühschlauchs kann die Einhaltung eines gleichmäßigen Wasserdrucks nur durch Ein- und Ausschalten des Druckschalters unmöglich machen. Wenn dieser Fall eintritt, gibt es auch dafür Lösungen. Man muss allerdings schon etwas mehr Geld in die Hand nehmen.

Wirklich variable Pumpensteuerung  durch Konstant-Druck-Regler

Konstant-Druck-Regler (Invertersteuerung) sind die Königsklasse der Pumpensteuerung. Dieser elektronische Druckschalter garantiert laut Hersteller bei richtiger Installation und Einstellung einen gleichbleibenden Wasserdruck. Dies erreicht er, indem er die Drehzahl der Tiefbrunnenpumpe durch Strommodulation der abgerufenen Wassermenge anpasst. Die anderen Druckschalter, egal ob elektronisch oder mechanisch regeln das nur grob, eben nur über Einschalten oder Ausschalten.

Dieser Konstant-Druck-Schalter ist nur bei 220 Volt Pumpen  mit PSC Motor einsetzbar die invertergeeignet sind. Preislich ist diese Art der Pumpensteuerung allerdings mit über 280 Euro schon beim Preis einer brauchbaren Tiefbrunnenpumpe angesiedelt.

Konstantdruckschalter die Königsklasse

Die Auswahl des richtigen Druckschalters für den benötigten Zweck ist nur eines von vielen Themen, wenn es darum geht einen eigenen Brunnen zu bohren und eine Gartenbewässerung einzurichten.

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Tropfbewässerung und Tiefbrunnenpumpe

Tropfbewässerung / Perlschlauch an Tiefbrunnenpumpe anschließen, geht das ?

Immer wieder taucht die Frage auf, ob man einen Tropf, Perl- oder Sprühschlauch auch mit einer Tiefbrunnenpumpe betreiben kann. Bei einem normalen Hauswasseranschluss ist das ja überhaupt kein Problem. Eine Tiefbrunnenpumpe hat aber das Problem, dass ihre Leistung im Prinzip für die Tropbewässerung überdimensioniert ist.

Wenn nur geringe Wassermengen aus dem System entnommen werden, muss sich die Pumpe immer häufiger ein- und ausschalten. Dabei treten große Belastungen für die elektronischen Motorbauteile auf, die beim bis zum 5-fachen des Normalbetriebs liegen können. Die Pumpenhersteller schreiben deshalb auch vor, dass je nach Fabrikat nicht mehr als 20 bis 30 Schaltvorgänge in der Stunde durchgeführt werden dürfen. Durch den alleinigen Betrieb einer Tropfbewässerung dürften aber weit mehr als 30 Schaltvorgänge pro Stunde provoziert werden.

Es empfiehlt sich daher die Tropbewässerung parallel zu anderen Wasserverbrauchern anzuschließen. Da die Schaltzeiten für die Verbraucher anderer Schleifen der Wasserversorgung wie Getrieberegner, Sprühdüsen oder Segmentregner viel kürzer ausfallen können, als die Einschaltzeit der Tropfbewässerung, könnte die Tropbewässerung einfach über eine Bypassleitung mit Zeitschaltuhr mitlaufen, während die anderen Schleifen über Magnetventile der Reihe nach angesteuert werden. Die Zeitschaltuhr lässt sich ja ohne Probleme auf den Zeitraum einstellen, in dem die einzelnen Schleifen der vollautomatischen Bewässerungssteuerung abgearbeitet werden.

Selbstverständlich kann die Versorgung auch per Handhahn parallel zur automatischen Steuerung erfolgen, was im Sinne einer vollautomatischen Bewässerungssteuerung natürlich wieder weniger Sinn machen dürfte.

Eine andere Möglichkeit wäre, ein möglichst großes Ausdehnungsgefäß in das System einzubauen (50-200 Liter) welches die durch die geringe Wasserentnahme notwendigen Einschaltvorgänge auf ein erträgliches Minimum reduziert. Ein Ausdehnungsgefäß wirkt sich generell günstig auf das gesamte Bewässerungssystem aus. Es verminderte die Druckstöße, die beim Betätigen von Wasserhähnen oder Kugelventilen auftreten, ganz beträchtlich.

Der Druck für die Tropfbewässerung muss natürlich durch entsprechende Druckreduzierer abgesenkt werden, um die Schäuche und Leitungen der Microbewässerung nicht zu überlasten. Selbstredend reduziert sich das Problem der geringen Entnahmemenge durch einen größeren Bereich der Tropfbewässerung.

 

Brunnen winterfest machen, Frostschutz

Brunnen winterfest machen –  Schritt für Schritt

Damit der Gartenbrunnen keinen Schaden nimmt, muss der Brunnen winterfest gemacht werden. Gelegentliche Bodenfröste und kurzfristige Temperaturabsenkungen werden zwar noch keinen Schaden anrichten, aber sicher ist sicher und so wird es langsam Zeit, die notwendigen Vorbereitungen zu treffen.

Eine Tiefbrunnenpumpe kann getrost im Brunnenrohr verbleiben. In unseren Breiten liegt die Frostgrenze im Boden bei 80-100 cm. Da die Pumpe ja in über 8 Meter Tiefe hängt, befindet sie sich im permanent frostfreien Bereich und kann daher auch keinen Schaden nehmen. Auch bei eingebautem Rückflussventil in der Pumpe wird die Wassersäule im Steigrohr auf keinen Fall bis zu Pumpe hin gefrieren. Auch dem PE-Kunststoffrohr macht gefrorenes Wasser kaum etwas aus.

Wenn gelegentlich empfohlen wird, die Tiefbrunnenpumpe auszubauen, sollte man auch berücksichtigen, wo man diese und die Steigleitung aufbewahren kann. Dies kann oft nur im Garten im Freien sein, und da ist sie ja auch im Frostbereich. Gut, die Pumpe selbst kann man abbauen und im Keller aufbewahren. Aber warum sollte man sich diese ganze Arbeit machen, wenn es auch einfacher geht, indem man das Ganze einfach da belässt wo es ist, im Brunnenrohr.

Wenn Brunnenkopf und Brunnenstube dann noch zusätzlich mit verrottungssicheren Isoliermatten passiv vor Frost geschützt sind, kann eigentlich nichts passieren.

Wer Brunnenstube und Steigrohr zusätzlich schützen will, kann dies dann noch durch einen Heizdraht mit Frostwächterfunktion tun, welcher einfach spiralförmig um das Leitungsrohr gelegt wird.

 

Dies gilt natürlich auch für die Weiterführung der Druckleitung in einen frostsicheren Raum. Diese elektrischen Heizsysteme gibt es in unterschiedlichen Längen mit unterschiedlicher Leistung. Natürlich kostet der Betrieb Geld.

Befinden sich Feinfilter, Presscontrol und Membranausdehnungegefäß nicht in einem frostsicheren Raum oder Brunnenstube, müssen diese selbstverständlich demontiert werden.

Wenn der Brunnen winterfest ist, geht es um die Armaturen und Leitungen im Freien.

Wenn die oben genannte Brunnenteile frostsicher untergebracht sind und sich die Verteilung für die Bewässerungsanlage im Freien befindet, muss auch diese gesichert werden. Dazu wird  der Haupthahn in der Zuleitung zur Ventilverteilung geschlossen und das Wasser aus der Bewässerungsanlage entfernt.

Bei vielen Regner- und Bewässerungssystemen entweicht der Leitungsinhalt einfach durch zusätzlich einzubauende automatische Entwässerungsventile.

Vorsicht ist dagegen bei Hunter Regnern und Sprühdüsen angesagt. Diese dürfen laut Herstelleranleitung nicht zusammen mit automatischen Entleerungsventilen verbaut werden. Hunter schreibt im Übrigen für störungsfreien Betrieb auch einen Feinfilter vor. Aber ein Feinfilter dürfte wohl in jeder Brunnenalage vorhanden sein.

Das größte Problem dürften wohl die sehr beliebten Kugelventile und Auslaufhähne darstellen. Diese besitzen bauartbedingt zwischen verchromter Ventilkugel und Dichtung sogenannte Toträume, von denen einer je nach Hahnstellung immer wassergefüllt ist. Dies gilt auch bei völlig entleertem Rohrsystem.

Das darin befindliche Wasser ist hermetisch abgedichtet und wird bei Temperaturen deutlich unter dem Nullpunkt natürlich gefrieren und sich ausdehnen. Dadurch kann des Hahngehäuse regelrecht gesprengt werden. Solche Frostschäden sind, weil es sich meist um ganz dünne Haarrise handelt, auf den ersten Blick gar nicht feststellbar. Da nützt es dann gar nichts, dass der Brunnen winterfest ist, die Kugelventile müssen halt einfach vor der Frostperiode ausgebaut werden.

System mit Pressluft ausblasen

Wer keine Entwässerungsventile eingebaut hat. sollte sein Bewässerungssystem vor dem Ausbau der Kugelhähne ganz einfach mit Pressluft ausblasen. Ich löse das Problem einfach so, dass ich einen der paralell zur Ventilverteilung angeschlossenen Kugelauslaufhähne gegen einen Pressluftanschlussnippel für die Schnellkupplung des Kompressorschlauches austausche.

Dann wird der Haupthahn der Druckleitung aus oder in Richtung Pumpe geschlossen und die einzelnen Bewäserungskreise nacheinander durch Öffnen und Schließen des jeweiligen Ventils mit mindestens 8 bar Druckluft ausgeblasen bis an den einzelnen Regnern nur noch Luft austritt.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kann dann noch die Sprüh und Rotordüsen ausschrauben und bei der Gelegenheit einer ohnehin fälligen Prüfung unterziehen.

Magnetventile sind weitgehend wartungsfrei

Im Gegensatz zu Kugelventilen können elektronische Magnetventile in geöffneter Stellung eingebaut bleiben, vorausgesetzt die elektrische Verkabelung ist im Freien absolut wasserdicht ausgeführt. Da die Magnetventile je nach Bauart und Hersteller nur eine Kabellänge von unter einem Meter aufweisen, müssen die Anschlusskabel meist im Freien verl

Brunnen winterfest Wartung der Ventile

Magnetventil Gruppe mit Anschlußnippel für Pressluftleitung in der Beipassleitung

ängert werden. Dazu müssen unbedingt wasserdichte Spezialklemmen verwendet werden. Normale Lüsterklemmen sind nicht geeignet.

Magnetventile werden einfach geöffnet, indem man z.B. beim Hunter-Ventil den Spulenkörper entgegen dem Uhrzeigersinn um eine Vierteldrehung öffnet. So kann das Beregnungssystem ja auch ganz einfach bei Ausfall des Steuergerätes manuell bedient werden. Voraussetzung ist allerdings, dass die Elektrokabel mit einer kleinen Schleife so verbaut sind, dass eine Drehung des Spulenkörpers auch möglich ist.

Aufwändige und meist auch recht teure fertig aufgebaute Komplettverteilungen für Magnetventile haben nicht nur einen Beipass für paralell betriebenen Auslaufhähne integriert, sondern sie besitzen darüber hinaus auch einen über einen Absperrhahn geregelten Pressluftanschluss. In diesem Fall entfällt dann natürlich die Bastellösung am Ventilanschluss mit verschiedenen Reduziermuffen.

Wer nun mit all diesen Maßnahmen seinen Brunnen winterfest gemacht hat, braucht sich auch bei 20 Grad Minus keine Sorgen um seine Brunnen- und Bewässerungsanlage machen.

 

Das Bohren eines eigenen Brunnens beschreibt  „Brunnenbohren – Das Handbuch„  sehr ausführlich und Schritt für Schritt .

 

Inhalt des Ratgebers  ist auch die ausführliche Beschreibung aller für den Brunnenbau erforderlichen Spezialwerkzeuge, Brunnenbauzubehör, Pumpen, Brunnenrohr  und sonstigem Installationsmaterial. Den ‚Ratgeber gibt es als Kindle E-book 

 

Brunnen bohren das Kompendium

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Vollautomatische Bewässerungssteuerung

Bewässerungssteuerung allgemein

Wenn zur Bewässerungssteuerung  ein unterirdisches Rohrsystem mit den entsprechenden Regnern verlegt ist, gehört das Gießen und Bewässern mit Schlauch und Gießkanne ja bereits der Vergangenheit an. Auch das lästige Umsetzen  von Regnern mit Schlauchanschlüssen ist nicht mehr nötig. Künftig dreht man nur noch den Hahn oder das Kugelventil für die verschiedenen Bewässerungsabschnitte auf und das war es dann.

Man muss aber nach wie vor noch die Bewässerungszeiten überwachen, damit die verschiedenen Pflanzen auch die richtige Wassermenge erhalten und diese können bei den unterschiedlichen Bewässerungsegmenten ja durchaus unterschiedlich sein.

Dann heißt es Hahn nach Hahn öffnen und schließen. Wenn man nun nur einen Bewässerungsabschnitt hat, hält sich der Aufwand hierfür natürlich in Grenzen. Man kann es sich dann noch ein wenig bequemer machen, indem man die Pumpe über eine Funkfernsteuerung  in Gang setzt.

Bewässerungssteuerung mit Steuergerät und Sensoren vollautomatisieren.

BewässerungssteuerungBei einer bereits vorhandenen handgesteuerten Bewässerungsanlage mit mehreren Segmenten sind im ersten Schritt die Handventile durch elektrische Magnetventile zu ersetzen. Ein Magnetventil schlägt je nach Anbieter mit 15-30 Euro zu Buche und ist damit nicht viel teurer als ein Handventil. Bereits ohne elektronische Bewässerungssteuerung durch einen programmierbaren Computer können die einzelnen Ventile auch per Hand durch Drehen des Magnetspulenkörpers 1/4 Umdrehung gegen den Uhrzeigersinn geöffnet und natürlich auch wieder geschlossen werden. Diese Tatsache ist vielleicht nicht ganz unwichtig, sollte die elektronische Bewässerungssteuerung einmal plötzlich ausfallen.

Falls die bisherigen Auslaufventile bisher in eine 1 Zoll Muffe eingeschraubt waren, können die Magnetventile einfach deren Stelle einnehmen falls die Platzverhältnisse ein Eindrehen des Magnetventilgehäuses zulassen.

BewässerungssteuerungMan kann die Magnetventile zur Bewässerungssteuerung auch mit Anbohrschellen an die vorhandene Hauptleitung herstellen falls die Platzverhltnisse dies zulassen und so die Verteilung selbst herstellen

Einfacher geht es mit einem Mehrfachverteiler der in der einfachsten  Form die je nach erforderlicher Anzahl Überwurfverschraubungen hat, welche mittels Gummidichtung mit dem Magnetventil verschraubt werden. Dadurch spart man sich das Eindichten mit Teflonband.

Wasserhahn und Schlauchanschlüsse für Regner

Um einen Wasserhahn oder Schlauchanschluss unabhängig von der Bewässerungssteuerung benutzen zu können sollte man vor der Mehrfachverteilung einen entsprechenden Abzweig/Beipass einbauen. Dies kann durch eine Anbohrschelle an der Hauptleitung oder einfach durch einen für die Bewässerungssteurung überzählige Überwurfverschraubung geschehen. Es gibt im Handel auch fertige Mehrfachverteilungen mit Beipassanschluß und Druckluftnippel zum Ausblasen des Wassers bevor die Anlage im Winter stillgelegt wird. Diese dann aber auch recht teuren Komplettlösungen beinhalten dann aber auch schon die Magnetventile.

Die elektronische Bewässerungssteuerung mit Hunter Produkten

Die Zentraleinheit einer vollautomatischen Bewässerungsteuerung eines Gartenbrunnens ist natürlich der programmierbare Wassercomputer. Diese Geräte gibt es sowohl für den Außeneinsatz in einem wasserdichten Gehäuse als auch für den Innenbetrieb. ich habe meine Anlage inclusive Verteilung und Magnetventile an der Außenwand eines Schuppens angeschraubt. Die Kabel der Magnetventile habe ich durch Bohrlöcher ins Schuppeninnere geführt und dort regen- und witterungsgeschützt in einer Aupfutzverteilerdose zum Hunter Steuergerät weiterverdrahtet.

Mein Steuergerät kann 6 Beregnungssektoren vollautomatisch bewässern. Zwei davon sind als Reserve für eventuelle Erweiterungen vorgesehen. Das Zentralgerät kann so programmiert werden, dass mit 3 Programmen und bis zu 4 Einschaltzeiten die einzelnen Sektoren unterschiedlich lang bewässert werden können. Es können Bewässerungstage ausgespart werden und über einen Regensensor oder einen Witterungssensor die Bewässerungszeit erhöht vermindert oder ganz ausgesetzt werden. Zugegeben die Programmierung ist nicht sooo einfach. Aber nach ein paar Fehlversuchen hat schließlich alles geklappt.

  • Der Preis des X-Core 601 Steuergeräts von Hunter lag bei knapp 80 Euro.
  • Vier Magnetventiele schlugen mit 60 Euro zu Buche.
  • Weitere 30 Euro waren für Anbauschellen, PE Rohr und Kleinteile fällig.
  • Zur Vermeidung von Druckschlägen und zu häufigen Einschaltens der Pumpe habe ich noch ein Mebrangefäß von 50 Liter angeschafft 60 Euro.

Somit habe ich für die Automatisierung meiner Bewässerungssteuerung 230.-€ ausgegeben. Für einen Regensensor sind dann nochmals knapp 40 Euro fällig.

Auswahl von Bewässerungssteuergeräten Stand Juni 2019

Die Vollautomatisierung der bestehenden manuellen Bewässerungssteuerung spart mir jetzt jede Menge Zeit und Arbeit und sorgt auch bei wochenlanger Urlaubsabwesenheit für zuverlässige Gartenbewässerung.

Die elektronische Bewässerungssteuerung mit Gardena  Produkten

Wer seine vollautomatische Gartenbewässerung nicht mit PE-Verlegerohr und Schraubfittings sondern eher mit herkömmlichen Schlauch Schnellkupplungen realisieren möchte, kann dies auch mit einem Bewässerungscomputer von Gardena, z. B. dem Gardena Bewässerungscomputer C 1060 Art. Nr. 1864 oder 1866 tun.

Im Zusammenwirken mit Gardena 1197-20 Wasserverteiler Automatik können ebenfalls wie bei meiner Hunter Anlage 6 Bewässerungszohnen vollautomatisch angesteuert werden.

Der Automatische Wasserverteiler ersetzt dann die 6 Magnetventile. Der preisliche Unterschied hält sich deshalb in Grenzen.

selbstverständlich sind auch entsprechende Sensoren anschliesbar

Es ist aber auch möglich, ein bereis vorhandenes Bewässerungssystem aus Verlegerohr über entsprechende Adapter unterirdisch weiterzuführen.

 

Ausführliche Buchbeschreibung

Rohrverlegung – mit PE Rohr

Wenn die Wasserversorgung  des Hausgartens über ein unterirdisches Bewässerungssystem erfolgen soll, kommt wohl in der Regel wohl nur eine Rohrverlegung  mit PE Rohr in Frage. Für die Gartenbewässerung tut es durchaus Brauchwasserrohr ohne Trinkwasserzulassung. Gardena Verlegerohr 25 mm liegt im Versandhandel bei etwa 1,30 Euro pro Meter.

PE HD Rohr mit Trinkwasserzulassung ist bereits für 75 cent/m zu bekommen. Unterschiede gibt es aber sowohl in der Druckfestigkeit als auch bei der Art und Stärke des verwendeten PE Rohr s.

RohrverlegungFür den Anschluss der Tiefbrunnenpumpe im Brunnenrohr wählt man besser das härtere und dickere PE Rohr (schwarz mit blauen Streifen). Dieses PE Rohr ist für einen Druck bis 12,5 bar ausgelegt und weisst eine Rohrwandstärke von  meist 2,3 mm auf.

Für das unterirdische Rohrleitungsnetz genügt auch weicheres und flexibleres Verlegerohr z.B. von Gardena völlig. Da es weicher ist und angesichts der erforderlichen Länge auf Rollen geliefert wird, lässt es sich bei der Rohrverlegung besser ausrollen.

Bei dem harten PE Rohr muss man gelegentlich auch mal vorsichtig zur Streckung einen Heißluftfön einsetzten. Durch die Lagerung in relativ engen Ringen, lässt sich das Harte PE-Rohr nur wiederwillig gerade biegen. Bei warmen Temperaturen  im Sommer kann man das wiederspenstige Rohr auf dem Rasen ausrollen und beschweren.

Nach einiger Zeit lässt es sich dann leichter in eine gerade Form bringen und die Rohrverlegung wird dadurch erleichtert. Eine andere Möglichkeit wäre, den ganzen Ring in ein großes Gefäß mit heißem Wasser zu legen.

Rohrverlegung – Einbautiefe und Anschlussarten

Abgesehen vom Übergang vom einen auf das andere PE Rohr, den man ja sehr gut mit Schraubfittings mit Innen- und Außengewinde herstellen kann, sollte man unterschiedliches PE- Rohr aber nicht mischen.

Gardena Schnellklemmfittings benötigen, um eine einwandfreie Dichtigkeit zu erreichen, auch das weichere und dünnere (1,9 mm) Gardena Verlegerohr. Auch bei der Herstellung von Anschlüssen mit Gardena Rohr für die einzelnen Regner, sollte man bei Verwendung von Anbohrschellen aus dem gleichen Grund auch die Produkte von Gardena verwenden.

RohrverlegungWenn man an den Grundstücksecken  Viertelkreisregner exact positionieren will, sind die Gardena Eckanschlüsse sehr praktisch . Es handelt sich dabei um einen L-Winkel der genau im Eck nach oben gerichtet, einen Außengewindeanschluss für die direkte Regnerverschraubung anbietet.

Diese Eckwinkelstück gibt es mittlerweise  auch als PE-HD Rohr Verschraubung. Beim Direktanschluss von Versenkregnern muss die Rohrverlegung natürlich in der richtigen Tiefe erfolgen, sodaß der eingefahrene Regnerkopf plan mit der Rasenfläche abschließt. Dabei ist die unterschiedliche Höhe der Regnergehäuse zu berücksichtigen.

Wenn man etwas mehr Flexibilität bezüglich Einbauhöhe benötigt, empfhielt sich die Verbindung von Regnergehäuse und PE Rohr mit einem Gelenk- Zwischenstück z.B Swing-Joint von Hunter herzustellen. Damit lässt sich die Einbauhöhe des Regnergehäuses, unabhängig von der Höhe der  Rohrverlegung, sowohl nach unten als auch nach oben korrigieren. Diese Gelenkanschlüsse gibt es in verschiedenen Längen.

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Bewässerungsdauer festlegen

Bewässerungsdauer festlegen ist wichtig, um einerseits nicht den Garten  unnütz mit Wasser zu tränken und andererseits Rasen und Pflanzen mit der erforderlichen Wassermenge zu versorgen.

Dreierlei Daten sind erforderlich um die Bewässerungsdauer richtig festzulegen. Zunächst  muss der ungefähre Wasserbedarf der jeweiligen Pflanzen bekannt sein.

  • Der Wasserbedarf eines Rasens beträgt in unseren Breiten im Sommer etwa 6 Liter pro Quadratmeter am Tag.
  • Rotierende Turbinenregner liefern etwa 12 Liter/Quadratmeter/Stunde
  • Versenkdüsen-Sprühregner liefern etwa 40 Liter/Quadratmeter/Stunde

Es gibt natürlich je nach Fabrikat und eingesetzter Düse gegebenenfalls Unterschiede

Nach dieser einfachen Faustformel  muss man also um eine gleichmäßige Versorgung durch den Gartenbrunnen zu gewährleisten eine für die unterschiedlichen Regner andere Bewässerungsdauer festlegen. Dazu ist es erforderlich, nicht alle Regner und Systeme an ein Rohrsegment anzuschließen, sondern jeweils mit nur einem Hahn oder Ventil anzusteuern. Eine Vollautomatische Steuerung über einen Bewässerungscomputer ist da natürlich eine sehr bequeme Sache

Nach den vorgenannten Durchflussdaten muss der Turbinenregner 30 Minuten laufen, der Versenkregner dagen nur 9 Minuten.

Wer es genauer haben möchte, muss sich dann eben mit Hilfe der Leistungsdaten und Tabellen der einzelnen Gerätehersteller schlau machen. Blumen, Gemüse, Straücher und Bäume haben natürlich auch einen etwas anderen Wasserbedarf und erfordern gegebenenfalls auch den Einsatz anderer Bewässerungssysteme. Hier sind dann eventuell Microsprüher oder Wurzelbewässerungssysteme erforderlich.

Beispiel:  ein rotierender Regner  hat bei 2,5 bar Druck und einer Wurfweite von 5,7 Metern eine Fliessleistung von 1220 Liter in der Stunde. Er beregnet nach der Formel r*r*3,14 eine Fläche von 102 m². 1220 Liter / 102 m² ergibt eine Beregnungsleistung von  ~12 Liter in der Stunde. Somit kann wohl davon ausgegangen werden, dass die obige Faustformel richtig ist und es bedarf keiner größeren Berechnungen.

Es ist auch keine sehr gute Idee den wöchentlichen Wasserbedarf ganz gleichmäßig auf 7 Tage zu verteilen. Je nach Witterung, Bodenbeschaffenheit und Wurzeleigenschaften der einzelnen Planzen kann es durchaus sinnvoll sein, die erforderliche Wassermenge auf nur 2 oder drei Tage zu verteilen und demgemäß die Bewässerungsdauer festlegen.

Bewässerungsdauer einstellenEin Bewässerungscomputer, der es ermöglicht,verschiedene Programmabläufe und Zeiten pro Beregnungssegment zu programmieren, erleichtert diese ansonsten recht aufwendige Handarbeit schon ganz beträchtlich.

Sofern Regnersysteme gemischt eingesetzt werden müssen und einzelne Planzabschnitte einer anderen Dosierung bedürfen, an einzelnen Tagen überhaupt nicht beregnet werden soll oder einzelne Segmente mehrmals am Tag mit unterschiedlicher Dauer, alles ist möglich. Vorausssetzung ist die planvolle Aufteilung in einzelne Leitungssegmente. Dann kann man sehr komfortabel die richtige Bewässerungsdauer festlegen.

 

 

 

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Pflanzen richtig bewässern

Pflanzen richtig bewässern ist ein Thema, über welches in Hobbygärtnerkreisen gerne und kontrovers diskutiert wird.
Der eine „Gartenexperte“ schwört auf die Bewässerung am Abend nach Sonnenuntergang damit das kostbare Nass nicht in der Sommerhitze unnötig verdunstet, der andere gießt gerade dann, wenn es am heißesten ist weil die Planzen gerade da am meisten Wasser brauchen.

Wenn der Rasen oder das ganze Grundstück am späteren Abend bewässert werden  ist die Verdunstung mit Sicherheit geringer und man braucht weniger Wasser.

Richtig bewässern

Andererseit wird mit dem  Bewässern am Abend natürlich eine Bodenfeuchtigkeit erzeugt, die sich lange hält  und für die bereits lauernden nachtaktiven Schnecken die allerbesten Voraussetzungen schafft . Spaßvögel mögen dann argumentieren dass man damit am meisten Wasser spart, weil die Schnecken bald keine Pflanzen mehr zu Bewässern übrig lassen.

Nach ausführlichen Diskussionen mit dem Gartenberater meiner Siedlergemeinschaft ( Link )

habe ich mich entschlossen den goldenen Mittelweg zu beschreiten und in den frühen Morgenstunden, zwischen 6 und 7 Uhr zu bewässern.

Damit wird einerseits der Feuchtigkeitsstau in der Nacht vermieden und andererseits aber auch nicht zu viel Wasser in der Tageshitze verdunstet. Das mag bei manueller Bewässerung vielleicht lästig sein, schließlich hat man zwischen 6 und 7 Uhr morgends in den seltensten Fällen Zeit und Muße, um mit dem Gartenschlauch durchs Gelände zu ziehen. Ich hab mir im Sommer einfach angwöhnt, gleich nach dem Aufstehen, noch vor dem Frühstück, die Regner einzuschalten und beim Verlassen des Hauses eben wieder aus.

Naja  zugegeben, das eine oder andere Mal sind die Dinger dann den halben Tag gelaufen. Das war dann halt auch nicht sooo sparsam.

Pflanzen richtig bewässern ist gar nicht so schwierig

Die andere Frage ist dann natürlich: Was heisst richtig bewässern ? Wie lange muss man den Gartenbrunnen laufen lassen ?

Also wenn man sich zunächst mal nur dem Thema Rasen bewässern zuwenden will,  herscht unter den Experten überwiegend die Meinung : Besser länger und seltener, als oft und kurz.

Die Begründung dafür ist einfach. Rassen bildet je nach Sorte 10 bis 15 Zentimeter lange Wurzeln aus und diese nehmen Wasser nur an den Wurzelspitzen auf.  Wenn nun die Bewässerungszeit zu kurz ist, dringt das Wasser gar nicht bis zu den Wurzelspitzen vor.

Die Folge ist eine Mangelreaktion der Graspflanzen. Die Graswurzeln versuchen natürlich das kostbare Nass zu erhaschen und orientieren sich folgerichtig nach oben wo ja noch Wasser ist. Das Wurzelwerk verflacht und die Graspflanzen werden künftig auf diese zu kurze aber häufige Bewässerung angewiesen sein. Gleichzeitig verdunstet das Wasser an der Erdoberfläche natürlich leichter und schneller, sodass von Wasserersparniss überhaupt keine Rede mehr sein kann.

Besser ist daher eine wesentlich längere Bewässerungszeit die aber nur 2-3 mal Wöchentlich erfolgen muss.

Diese Zeiten richtig einzustellen ist dabei die eigentliche Kunst. Wasser versickert natürlich in unterschiedlichen Böden unterschiedlich schnell und tief. Die einfachste Methode die richtige Bewässerungsmenge und die richtige Bewässerungszeit und damit die nötige Wassermenge festzustellen, ist die Spatenprobe.

Man sticht einfach mit dem Spaten eine Grassode aus und überprüft, ob die Feuchtigkeit bis an die Wurzelspitzen gelangt ist, wenn nicht fehlt einfach Wasser.

Die richtige Bewässerung von Blumen, Gemüse, Hecken und Bäumen ist natürlich wegen der völlig anderen Wuchsart und unterschiedlichem Wasserbedarf schon etwas komplizierter. Dazu mehr in einem der nächsten Beiträge.

 

Gardena 1197-20 Wasserverteiler automatic

 

 

Wasserdruck und Fließmenge

Der  statische Wasserdruck des Rohrsystems an der ersten Zapfstelle und die Fließmenge der einzelnen Regnermodelle  sind die entscheidenten Grunddaten für die richtige Konzeption einer Bewässerungsanlage.

Rohrdurchmesser und statischer Druck entscheiden über die Leistungsfähigkeit des Gartenrunnens.

WasserdruckDurch den Anschluss eines Manometers am ersten Wasserhahn kann der statische Wasserdruck leicht festgestellt werden. Beim Anschlusses an das öffentliche Wassernetz ist der vorhandene Druck ja bekannt, bzw wird auf die gleiche Weise wie beim Anschluss an eine Tiefbrunnenpumpe mittels Manometer bestimmt.

Mit diesen beiden Werten kann aus den entsprechenden Anleitungstabellen der Herstelle die höchstmögliche Wassermenge der Gesamtanlage  bestimmt werden.

Noch einfacher lässt sich die Gesamtmenge durch Füllen eines 10 Liter Eimers ermitteln. Sind 8 Sekunden erforderlich um den Eimer zu füllen, leistet die Anlage 75 l/min oder 4,5 m³/Stunde.

(Formel:  Literzahl / Sekundenzahl *60 Sekunden*60 Minuten.)

Diese Gesamtsumme darf durch die Literleistung aller Regner nicht überschritten werden. Wenn dies der Fall ist, müssen mehrere Teilbereiche gebildet und  angesteuert  werden.

Der statische Wasserdruck ändert sich  aber.

Der gemessene statische Wasserdruck oder der vom Wasserversorger angegebene Wasserdruck ändert sich aber, wenn ein oder mehrere Verbraucher geöffnet werden. Es steht also an den jeweiligen Düsen ein wesentlich geringerer Wasserdruck an, als bei geschlossenem System gemessen wurde.

Mein Gartenbrunnen wird von einer Tiefbrunnenpumpe mit einen Maximaldruck von 6,5 bar angetrieben. Da die Pumpe in 11 Meter Tiefe hängt, beträgt der Druckverlusst 11 mal 0,1 bar. Mein Manometer zeigt also den korrekten Wasserdruck von 5,4 bar an.

Sobald nun ein Bewässerungssegment eingeschaltet wird, sinkt der Wasserdruck je nach Anzahl der angeschlossenen Regner auf 3,4 bar. Mit dem Druckabfall veringern sich logischerweise sowohl die Wurfweite als auch die Literleistung/Wasserbedarf des Regners.

Wasserdruck3Dies ist nun der Wasserdruck der für die Berechnung der Leistungsdaten von Regnern wie Literleistung, Betriebsdruck, Wurfweite, Literleistung pro Stunde und m³ maßgeblich ist. Mit diesem Wert kann man die Literleistung der Einzelnen Regner aus den Herstellertabellen auslesen.

Die Düse Größe 5,0  für den Hunter PGJ Regner verbraucht bei einem Leitungsdruck von 2,1 bar und der damit maximal erreichbaren Wurfweite von 11 Metern 1,07 m³/h

Addiert man nun die Literleistung aller an  dem Bewässerungsabschnitt angeschlossenen Regner, so darf diese die Gesamtliterleistung von 4,5 m³/h des beschriebenen Systems nicht übersteigen. Nach obigem Beispiel können also  4 Regner angeschlossen werden.

 

 

 

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Turbinenregner für größerer Grundstücke

Turbinenregner sind bei größeren Grundstücken die erste Wahl. Wenn es darum geht größere Grundstücke zu bewässern ist der Einsatz von Regnern mit Sprühdüsen und einer Wurfweite bis zu 5 Metern zwar möglich, aber unwirtschaftlich und natürlich in jeder Hinsicht aufwendiger. Rotierende Regner oder Turbinenregner haben eine Wurfweite von bis zu 15 Metern es bedarf daher bei der Anwendung der Formel Regnerabstand  = Wurfweite wesentlich weniger Regner. Preislich liegen Turbinenregner bei ca. 18 Euro und damit bei den gut dreifachen Kosten eines Sprühversenkregners.

Um größere Grundstücke zu bewässern ist also der Einsatz von Turbinenregnern empfehlenswert. Bei unserem Beispiel hier reichen 4 Turbinenregner Viertelkreisausführung  um eine Fläche von 15 mal 25 Meter gleichmäßig zu bewässern. Die Beregnungssektoren überschneiden sich, ein Mittelkreisregner ist nicht erforderlich.

Turbinenregner decken ein weitaus größeres Feld ab als SprühregnerDas Grundstück kann mit Turbinenregnern ausreichend bewässert werden. Bis zur maximalen Liefermenge  des Systems von 4,56 m³/h ist noch reichlich Luft.

Um die gleiche Fläche mit Sprühregnern von 5,2 Meter Wurfweite zu bewässern wären 4 Viertelkreissprühregner, 12 Halbkreis und 2 Vollkreisregner erforderlich. Dies entspräche 9 Vollkreis Sprühregnern mit einer Gesamtdurchflußmenge von von 9 mal 1,25 Kubikmeter pro Stunde = 11,25 m³/h. Somit wäre  fast die dreifache Leistungsfähigkeit der Anlage erforderlich. Deshalb müssten drei unabhängig gesteuerte Beregnungssektoren gebildet werden, welche dann halt nacheinander anzusteuern wären.

Natürlich würden sich die erforderlichen Bewässerungzeiten auch entsprechend reduzieren und es müsste nur etwa alle drei Tage beregnet werden.

Kostengegenüberstellung :  Turbinenregner – Sprühregner

 

Sprühregner:   18 mal 4,5 €                                                   =   81 Euro

Swing Joint Anschluss 18 mal 4 Euro                                   =  72 Euro

18 mal Anbohrschellen  2.- Euro                                         =   36 Euro

114 Meter PE Rohr a 1.- Euro                                            =  114 Euro

                                                                                           Gesamt       303 ,- Euro

Turbinenregner  4 mal 18.-Euro                                               =  72 Euro

Swing Joint           4 mal  4.-    Euro                                         =  16 Euro

4 mal Anbohrschellen   2.- Euro                                              =   8 Euro

60 Meter  PE Rohr a 1.- Euro                                                =   60 Euro

                                                                                        Gesamt          156,- Euro

Damit ist klar, dass die Bestückung mit weittragenden Turbinenregner gegenüber den Sprühregnern nur etwa die halben Kosten verursachen wird. Der Arbeitsaufwand für die Sprühregner wird aufgrund der häufigen Anschlüsse und der notwenigen Aufteilung in drei Beregnungszonen mindestens 3-4 mal so hoch sein.

 

Lediglich die Beregnungszeit wird aufgrund der höheren Literleistung der vielen Sprühregner bei diese Ausführungsart wesentlich geringer sein. Sobald die Grundstücksbreite aber 5 Meter wesentlich übersteigt, wäre grundsätzlich der Einsatz eines Turbinenregner zu prüfen.

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Bewässerungsplan erstellen

Mit den nunmehr erhobenen Grunddaten 4,56 Kubikmeter/h und 5,4 bar (Literleistung  und statischer Druck des Systems) kann nun ein Bewässerungsplan erstellt werden. Dazu ist es notwendig die einzelnen Beregnungsgeräte zu bestimmen und sie zur vollständigen flächendeckenden Bewässerung auf der zuvor erstellten Planskizze anzuordnen.

Für Flächen mit Breiten bis 5 Meter wären Düsenregner zu empfehlen, welche einen Bewässerungsradius von bis zu 5,5 Meter aufweisen. Die Sprühregener entweder als bodenebenes Versenkregnermodel  oder freistehend, gegebenenfalls auf einem Verlägerungsrohr angebracht, um höheren Bewuchs zu übersprühen, sollten auf dem Bewässerungsplan in einem Abstand von 5 Metern (Bewässerungsradius) eingezeichnet werden.

Man beginnt immer in den 4 Beregnungsecken mit den Viertelkreis Sprühern  Wenn der Geländestreifen länger, in unserem Fall jetzt 10 Meter wäre, muss auf dem Bewässerungsplan zwischen den Viertelkreissprühern an einer  Längsseiten noch 1 Halbkreissprüher ebenfalls im Abstand von ca. 5 Metern vorgesehen werden. Erst zum Schluß kommt dann noch bei ungünstigen und größeren Abmessungen ein Vollkreissprüher in die Mitte. Das Sprühmuster überschneidet sich nach diesem Bewässerungsplan und eine gleichmäßige Wasserversorgung ist damit gewährleistet.

Ein Vollkreissprüher (4 * 1/4 Kreis) dieser Größenordnung benötigt ca. 1,14 Kubikmeter Wasser pro Stunde. Zusammen mit dem Halbkreissprüher wären bei unserem Beispiel ca 1,7 m/h  Wasser nötig. Die Leistung unseres Brunnensystems von 4,56 m/h ist also für diesen Bewässerungsbereich mehr als ausreichend.

Man könnte da durchaus noch eine Abzweigung  für eine Microsprühleitung oder eine Tropfbewässerung  anschließen oder fast die doppelte Fläche bewässern.

Bewässerungsplan

Bei der Handskizze des Bewässerungsplanes  ist erkennbar, dass die 5 Sprühdüsenregner nicht an eine ringförmige Leitung also in Reihe geschaltet sind. Der parallele Anschluß in U-Form sorgt für stabilere Druck und Leistungsverhältnisse.

Wir gehen bei unserem Bewässerungsplan davon  aus, dass eine Rasenfläche vom Rand aus bewässert werden soll. In diesem Fall wäre nicht unbedingt eine Erdverlegung notwendig, da aufrecht stehende Sprühregner ja beim Rasenmähen nicht stören  würden. Das würde natürlich eine Menge Arbeit sparen. Die Optik wäre allerdings weniger schön.

In beiden Fällen können für den Anschluss  die in einem vorausgegangenen  Beitrag beschriebenen Anbohrschellen mit 1/2 Zoll Innengewinde vorgesehen werden, sofern für die Leitung  DVGW geprüftes hartes PE Rohr verwendet wird.

Bei der Verwendung von z.B. Gardena Verlegerohr ist dringend die Verwendung von Gardena Schnellkupplungen oder Gardena Anbohrschellen mit entsprechenden Gewindeanschluß an den Regler zu empfehlen.

Gardena Rohre sind aufgrund ihrer Weichheit und geringerer Materialstärke für Anbohrschellen anderer Herstelle nur sehr eingeschränkt verwendbar.

 

 

Gartenbewässerung mit Kunststoffrohr

Vor dem Verlegen von Kunstoffrohr muss natürlich entschieden werden, welche Bepflanzung wie und wo bewässert werden soll.

Grundsätzlich gilt: Der Durchmesser des Kunststoffrohres  zu den einzelnen Sprüh oder Turbinenregnern sollte 25 mm betragen.

Zum Anschluß von Microdripp , Sprüh- oder Sickerbewässerung  ist der Leitungsdurchmesser geringer.  Dem Microdrip Rohrsystem ist ein Druckminderer vorzuschalten und getrennt von der Regnerbewässerung über einen separaten Rohrsektor anzusteuern.

Wenn eine Mischung von Sprüh- Turbinen oder Segmentregnern vorgesehen ist, sind diese ebenfalls getrennt über jeweils einen Rohrsektor anzusteuern. Dies ist erforderlich weil die verschiedenen Regnersysteme unterschiedliche Niederschlagsmengen liefern. Um den durchschnittlichen Wasserbedarf pro Quadratmeter Fläche zuz liefern müssen Sprüdüsenregner nicht so lange laufen wie Turbinenregner. Es wird nur  selten und bei kleinen Gärten möglich sein, die Gartenbewässerung mit einem einzigen, kompletten Sektor zu realisieren.

Planung des Bewässerungssystems mit Kunststoffrohr

Zunächst einmal ist, wie im vorhergehende Artikel beschrieben der von der Leistung der installierten Tiefbrunnepumpe  und dem bisherigen Leitungsdurchmesser bestimmte  statische Druck auf dem bisherigen Rohrnetz festzustellen. Dazu ist natürlich mindestens 1 Wasserhahn zum Anschluss des erforderlichen Manometers nötig. Mit diesen Daten  ist auf den entsprechenden Herstellertabellen (Hunter) die Literleistung des Systems ablesbar.

Bei einem gemessenen statischen Druck von 5,2 bar und einem 25 mm Kunststoffrohr beträgt  die Durchflussmenge 76 Liter / Minute oder 4,56 Kubikmeter pro Stunde. Das Datenblatt eines Sprühregners von 5,2 Meter Radius  weißt einen Wasserbedarf von 1,14 Kubikmeter/Stunde aus.  Wenn also die Anlage maximal 4,56 Kubikmeter liefert, können zeitgleich nur 4 solcher Vollkreisregler versorgt werden. Nach diesen Grunddaten ist die Planung eines Bewässerungssystems mit Kunststoffrohr auszurichten und gegbenenfalls mehrere, mit jeweils einem Ventil gesteuerte Bewässerungssektoren vorzusehen.

Die handelsüblichen Regner benötigen einen Wasserdruck von ca. 2-4 bar. Bei mehr als 5 bar muss ein Druckminderer eingebaut werden, jedenfalls dann, wenn das übliche etwas weichere und dünnwandigere Verlegerohr gewählt wird, welches nur auf 4 bar geprüft ist. Es gibt aber auch andere PE Rohre die  nach DVGW geprüft, also trinkwasserzugelassen sind und je nach Qualitätsstufe eine Druckprüfung bis maximal 16 bar hinter sich haben. Allerdings sollte man von der Bauart und Belastung, sowie der Materialstärke unterschiedliches Kunststoffrohr nicht mischen. Aufgrund der unterschiedlichen Materialeigenschaften sind ansonsten Undichtigkeiten an den Verschraubungen nicht ausgeschlossen. Natürlich wird die Sprüh und Literleistung eines Regners der mit 2 bar Druck versorgt wird, wesentlich unter dem in der Tabelle der Hersteller angegebenen Durchschnittwswerte liegen. Eine absolute Funktionssicherheit in dem angegebenen Bereich, meist 2-4 bar ist jedoch auf jeden Fall gewährleistet. Viele Regner arbeiten auch schon mit 1,4 bar Druck völlig einwandfrei.

 

PE Rohr – Art und Eigenschaften

PE RohrPE Rohr ist das wohl universellste Material zur Herstellung des gesamten Leitungssystems von der Tiefbrunnenpumpe bis hin zu den einzelnen Verbrauchern wie Regner, Düsen, und Microbewässerung. PE Kunststoffrohr gibt es in verschieden Qualitätsstufen und Eigenschaften. Mit und ohne Trinkwasserzulassung, als Hart- oder Weichrohre, unterschiedlichen Wandstärken, sowohl als Stangen- als auch als Rollenware. PE Rohr gibt es in unterschiedlichen Druckklassen von 4-16 bar.

PE Rohr als Druckrohr zum Anschluß an Tiefbrunnenpumpen oder Wasserversorgung

Für den Einsatz als Druckrohr von der Tiefbrunnenpumpe zum Verteilungssystem oder zum Anschluß an das öffentliche Leitungsnetz muss das PE Rohr einiges an Druck aushalten.

Wenn die Pumpe z.B. einen Maximaldruck von 6,5 bar liefert und kein Ausgleichsgefäß angeschlossen ist, können Schaltvorgänge oder das schnelle Schließen eines Kugelventils Druckstöße bis zum Dreifachen des statischen Druckes auslösen.  ein PE Rohr mit einer Druckfestigkeit von 12,5 bar wäre also schon erforderlich. Geht es um den Anschluß an das öffentliche oder Hausleitungsnetz ist außerdem eine Trinkwasserzulassung erforderlich. Das öffentliche Netz arbeitet normalerweise mit Drücken von 4-6 bar. Ein PE Rohr mit lediglich Brauchwasserzulassung, wie viele Verlegerohre und einer Drucksicherheit von lediglich 4 bar, wäre also für diesen Einsatzzweck ungeeignet.

Rohrverbindungen werden hergestellt mit PE Schraubfittings für Trink- oder Brauchwassereinsatz.  Verlegerohre für die Gartenbewässerung  mit niedrigerer Druckbelastung bis 6 bar werden mit Schnellklemmfittings, z.B. Gardena Kupplungen oder aber mittels Schlauchschellen und Schlauchtüllen hergestellt. Die weicheren Verlegerohre

mit dünnerer Wandung ( 25 * 1,9) sind für diese Heimwerker-Befestigungsart gut geeignet.  Ein reletaiv hartes und wesentlich dickwandigeres PE Rohr (25 * 1,9) benötigt für eine feste und wasserdichte Verbindung allesdings eine PE-Klemmverschraubung.

Will man das harte PE-Rohr mit einer Messing-Schlauchtülle beim Übergang zum Bewässerungssystem mit dem weicheren Verlegerohr verbinden, ist eine wasserdichte Verbindung schwierig herzustellen. Es empfiehlt sich das PE Rohr vor dem Anbringen der Schlauchschelle mit einem Heißluftfön zu erwärmen um so ein dichtes Anpressen zu ermöglichen.

Die Preise für hartes trinkwassergeprüftes PE Rohr liegen deutlich unter dem Preis von Gardena Verlegerohr. Bezugsquelle

 

Gartenbewässerung – Leitungsnetz allgemein

Wenn das Brunnenbauprojekt dann abgeschlossen ist und der erste Gartenwasserhahn endlich Wasser satt liefert, muss entschieden werden, wie die Gartenbewässerung denn nun ausgebaut werden soll Je nach Grundstücksgröße stellt sich die Frage, ob die Gartenbewässerung mehr oder weniger manuell oder besser automatisch erfolgen soll ? Begnügt man sich mit mit einem oberirdischen Schlauchsystem mit einzelnen manuellen Hähnen, oder soll es ein unterirdisches Rohrsystem mit oder ohne Magnetventilsteuerung einzelner Bewässerungssektoren  sein?

Vor- und Nachteile im Hinblick auf Kosten und Bequemlichkeit wollen gegeneinander abgewogen werden.

Gartenbewässerung über Schlauchanschlüsse und Wasserhahn

Schlauchanschlüsse

Wasserhahn und Schlauchanschlüsse für Regner

Im einfachsten Fall kann die Gartenbewässerung  sicher über einen Wasserhahn und 2 oder 3 Anschlüsse für z. B. einen Gartenschlauch mit Düsse und  1 bis 2 Schlauchanschlüsse für entsrechende Sprühdüsen oder Regner bestehen. 

Der Schlauchanschluß ermöglicht dann auch eine gewisse Flexibilität durch Versetzung der Regner. Dies könnte paraktisch sein, wenn sich die Bepflanzung des Grundstückes grundlegend ändert.

Aber auch in diesem einfachen Fall sollte ein elektronischer Schalter (Presscontrol) dafür sorgen, dass sich die Tiefbrunnenpumpe beim Aufdrehen und Zudrehen der einzelnen Verbraucher, ein und ausschaltet.  Schnell sind mal alle Hähne zugedreht und es wird vergessen, die Pumpe auszuschalten.  Gerade in diesem Jahr habe ich in der Nachbarschaft schon zweimal erlebt, dass dadurch die Pumpe zerstört wurde, weil kein Trockenlaufschutz bestand.

Gartenbewässerung  durch unterirdisches Rohrsystem

Die nächste Ausbaustufe wäre dann ein unterirdisch verlegtes System aus Kunststoffrohren. Da in diesem Fall die Platzierung der einzelnen Wasserspender ohne größeren Aufwand nicht mehr veränderbar ist, bedarf es einer sorfältigen Planung.  Auswahl und Standort der einzelnen Versenk- Steigrohr und Turbienenregner muss genau festgelegt werden, um eine flächendeckende Gartenbewässerung zu gewährleisten. Am besten verwendet man dazu die Datenblätter der Düsen und Regner und die vielfach angebotenen Planungsunterlagen und -hilfen der einzelnen Hersteller.

Vorsicht ist auch geboten bei der Auswahl der zu verwendenden Kunststoffrohre. So ist das üblicherweise im Baustoff- und Sanitärhandel erhältliche 25 Millimeter DVGW geprüften trinkwasserzulässigen PE Rohr auf keinen Fall gleichzusetzen mit dem wesentlich weicheren und auch dünnwandigeren Gardena – Verlegerohr welches keine Trinkwasserzulassung hat. Das härtere und druckstabilere PE Rohr ist nämlich mit den Gardena Fttings und

Schnellverschlüssen kaum wirklich dicht zu klemmen und eigentlich nur für die dazugehörigen PE-Schraubfittings vorgesehen. Während das Gardena System das Rohr lediglich mit einer Drittel Umdrehung sichert. Wenn man Verlegerohre der verschiedenen Hersteller für die Gartenbewässerung in Betracht zieht, die lediglich für Drücke bis 4,5 bar geprüft sind sollte man berücksichtigen, dass bei Einschalten einer Tiefbrunnenpumpe Drücke auftreten können, die ganz wesentlich über diesem Wert liegen.  Abhilfe schafft hier die Installation eines Membranduckbehälters der e Kräfte abfedert. DVGW geprüfte PE Rohre dagegen sind für bis zu 12,5 bar Dauerdruck geprüft.

Beim Verlegen des Rohrsystems im Garten, sollte man darauf achten, dass die Leitungen deutlich unter der Spatentiefe verlaufen. Dies wäre auch im Hinblick auf spätere Grabarbeiten von großem Vorteil. Empfehlenwert wäre auch die Fertigung eines genauen Plans des Leitungsverlaufs um spätere böse Überraschungen bei Anlegen eines Gartenteichs oder ähnlichen Vorhaben auszuschließen.