Ausdehnungsgefäß reparieren

Ausdehnungsgefäß reparieren-Gasventil und Gummimembran tauschen

Außer dem Ausdehnungsgefäß selber, welches  durch Korossion undicht werden kann, gibt es an einem Ausdehnungsgemäß nur zwei Verschleißteile die gegebenefalls ausgetauscht werden müssen.

Es handelt sich dabei zum einen um die blasenförmige Gummimembrane selbst und das Nachfüllventil für das Gas oder die Luft. Luft ist flüchtiger als andere Gase. Der Vordruck muss deshalb mindestens alle 2 Monate kontrolliert werden.

Das Nachfüllventil, dem üblichen Autoreifenventil/Schraderventil nachempfunden, sitzt bei dem hier beschriebenen 50 Liter Kugelkessel mit Standbeinen auf der Oberseite des Kessels.

Beide Verschleißteile sind in höchstens 15 Minuten gewechselt. Als Werkzeug wird lediglich ein 10 er Ring-Gabel- oder Steckschlüssel benötigt

Ventilausbau

Das Ventil ist von Innen nach außen gesteckt und mit einer Überwurfmutter gesichert, so wie das auch bei Autoventilen der Fall ist. Nach dem Lösen der Überwurfmutter mit einem 10 er  Ringschlüssel fällt der Ventilkörper logischerweise nach innen und kann deshalb ohne Ausbau der Membranblase nicht erreicht oder entfernt werden.

 

Membranausbau

Die Membranblase ist mit einer Flansch und 6 Maschinenschrauben von unten gegen den Kessel geschraubt. Der dicke Gummikragen der Membran ist einfach zwischen Flansch und Kesselunterseite eingeklemmt. Sie kann nach Demontage der Flansch einfach herausgezogen und entfernt werden.

Der Einbau des neuen Ventils ist etwas fummelig. Am besten befestigt man die Rückseite des Ventils mit einem Stück Klebeband an einem etwa 80 Zentimeter langen Stock. Diesen führt man dann durch das große Flanschloch in den Kessel ein und steckt das Ventil durch das kleine Loch an der Kesseloberseite und fixiert es wieder mit der Überwurfmutter.

Reinigung der Membran

Falls die Membran noch intakt ist, kann man bei der Gelegenheit gleich deren Inneres säubern. Auf der Innenseite der Flansch ist der schmierige, rotbraune Belag zu sehen. Dieser ist meist eine Mischung aus Eisenoxyd und Verockerung und sollte eigentlich vom vorgeschalteten Feinsieb ferngehalten werden.

Ein Feinfilter war jedoch in dieser Brunnenanlage erst nach dem Ausgleichsbehälter montiert. Deshalb hat sich dieser schmierige Brei im Inneren der Gummiblase abgelagert.

Es ist so leicht nachvollziebar, dass diese Schwebeteilchen immer wieder zu Verstopfungen bei den Regnerdüsen führen.

Insbesondere die wesentlich empfindlicheren Turbinendüsen nehmen solchen Schlamm sehr schnell übel und stellen ihre Funktion dann ein.

Nach dem Einbau muss je nach Einstellung des Druckschalters der Vordruck des Membrangefäßes  auf dessen Einschaltdruck eingestellt werden.

 


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