Brunnenpumpentest oder Produktvergleich von Brunnenbauzubehör

Einen richtigen Brunnenpumpentest gibt es eigentlich nicht, aber ein seriöser Produktvergleich und Käuferbeurteilungen helfen schon weiter.

Tiefbrunnenpumpen Test Brunnenpumpentest

Brunnenpumpentest – Vergleichstabelle

Ein richtiger Test der verschiedenen Brunnenpumpen ist auch kaum möglich. Dazu müsste die jeweilige Pumpe jedesmal in einen Brunnen eingebaut und die einzelnen Kriterien wie: Erreichter Druck, Fördermenge und Haltbarkeit in langen Einzelversuchen abgeklärt werden. Die Stückzahlen der verkauften Brunnenpumpen erlauben solche Testreihen wohl aus Rentabilitätsgründen nicht. So muss sich der Brunnenbauer wohl oder übel auf den Datenvergleich, also die Gegenüberstellung der einzelnen Daten unter Berücksichtigung von Preis und Qualität der verwendeten Materialien verlassen.

Eine Hilfe bei der Beurteilung, welche Pumpe die Richtige für den eigenen Bedarf ist, stellt die Käuferbewertung bei den einzelnen Verkaufsportalen dar. In der Summe ist also der faire Vergleich der Leistungsdaten und die Beurteilung durch möglichst viele Käufer wohl eine akzeptable Möglichkeit eine Kaufentscheidung zu treffen.

Was sollte eine Tiefbrunnenpumpe leisten?

Der Anspruch der an die künftige Pumpe gestellt wird, sollte wohl in den allermeisten Fällen mit der Leistung,  die der normale Hauswasseranschluß bringt, vergleichbar sein.

Damit ist schon mal ganz grob ein statischer Leitungsdruck von 4-6 bar und eine tatsächliche Fördermenge von ca. 4.500 Liter/h wünschenswert.

Für einen Garten von 400 bis 500 Qadrahtmetern Fläche mit automatischer Bewässerung sollte es dann schon eine Pumpe mit

  • Max Druck 6, bar
  • und Max Förderleistung von 6000 l/h

sein. Das entspräche etwa der Leistung des normalen Hauswassernetzes und 4-5 Regner können damit gleichzeitig betrieben werden.

Pro 1000Liter /h Maximalförderleistung kann etwa 1 Regner oder eine Spritzdüse angeschlossen werden.

Neu hinzugekommen  ist die 3,5 Zoll Pumpe von Dambat/Ibo die mit dem neuen Format 89 mm auch prima in ein DN 100 Brunnenrohre passt. Die Pumpe hat eine Leistung von 6300 L/h bei einem Maximaldruck von 57 bar. Dabei frisst sie Sand bis zu 500 Gramm/m³ und stellt somit so manche Schraubenpumpe in den Schatten. Bei fast ausschließlich 5 Sterne Bewertungen und einem Preis von 179 Euro ist die Pumpe eine echte Empfehlung wert. Hier gehts zum Amazon Angebot

Einige Angaben aus dem Datenblatt von Brunnenpumpen und ihre Bedeutung.

Anzahl der Stufenräder

Je mehr Stufenräder eine Brunnenpumpe aufweist, desto aufwendiger ist die Konstruktion. Pro Stufenrad wird eine Druckerhöhung von 0,6 bar erzeugt, bei 3 Zoll Pumpen sind es nur noch 0,3 bar. An der Druckerzeugung sind also alle Stufenräder beteiligt. Bei nur einem Stufenrad muss dieses die gesamte Arbeit verrichten. Viele Stufenräder sind also in der Regel ein Qualitätsmerkmal.

Material der Stufenräder

Moderne Tiefbrunnenpumpen und Hauswasserwerke haben Stufenräder aus Kunsstoff, bzw Kunststoffverbundstoffen. Dieser Werkstoff bietet ausgezeichnete Zähigkeits und Sandresistenz und ist Edelstahllegierungen meist überlegen. Messing Laufräder, meist 1 – 3, finden sich dagegen oft in Niedrigpreisprodukten. Messing ist als NE Metall nicht sehr abriebfest. Kunststofflaufräder finden sich auch in Profi-Pumpen.

Maximale Förderhöhe und maximale Förderleistung.

Diese Angabe ist der absolute Totpunkt der Pumpe. Die Förderhöhe ist identisch mit der Angabe „Maximal Druck. Eine Pumpe mit den Daten: Max Druck 8,8 bar und max Förderleistung 3000 Liter verfügt über diese Leistung nur unmittelbar am Pumpenausgang tief unten im Brunnen.

An der maximalen Höhe von 88 Meter kommt gar nichts mehr aus dem Rohr. Diese Angaben sind also rein theoretische Werte, die schon an der Erdoberfläche nicht mehr erreicht werden können, geschweige denn in 88 Meter Höhe. Die realistischen Werte können nur der mitgelieferten Pumpenkennlinie entnommen werden.

Interessant für den Verbraucher sind also die Werte, die an der Erdoberfläche oder bei einer Hauswasserversorgung im letzten Stockwerk erreicht werden können, also der Bereich um 20 Meter Förderhöhe. Pro Meter Förderhöhe sinkt der Druck um 0,1 bar. Das notwendige Rückschlagventil und ein angeschlossener Feinfilter kosten jeweils etwa 0,5, bzw. o,6 bar.

Wenn die Tiefbrunnenpumpe also in 10 Meter Tiefe hängt, kommen insgesamt 2,1 bar weniger am ersten Wasserhahn an. Natürlich vermindert sich auch die Förderleistung. Siehe Pumpenkennlinie.

„Brunnen bohren Das Handbuch“

Das Bohren eines eigenen Brunnens beschreibt „Brunnen bohren – Das Handbuch“ sehr ausführlich und Schritt für Schritt, sodaß am Ende der Lektüre eine sichere Entscheidung möglich ist, ob „Selberbohren“ Sinn macht

Inhalt des Ratgebers  ist unter Anderem auch die ausführliche Beschreibung aller für den Brunnenbau erforderlichen Spezialwerkzeuge, Brunnenbauzubehör, Pumpen, Brunnenrohr  und sonstigem Installationsmaterial. Aufgrund dieser sehr detaillierten Beschreibungen kann man dann auch das Angebot des Brunnenbauers in allen Punkten richtig beurteilen und einordnen.

„Brunnen bohren das Handbuch“ steht in folgenden Versionen zur Verfügung:

Als gedrucktes Taschenbuch mit Graustufenbildern im Innenteil

13,90 €

Als PDF File zum Download mit vollfarbigen Innenseiten

5,99 €

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