Bevor man eine Brunnenbohrung in Angriff nimmt, sollte man einige grundsätzliche Überlegungen anstellen.

Brunnenbohrung Zweiteilige Leiter als Dreibein Ersatz

Bei einem Grundwasserstand von 4-7 Meter hat man den größten Spielraum hinsichtlich der Brunnenbohrung. Man könnte sowohl einen Bohrbrunnen als auch einen Schlagbrunnen herstellen. Die Kenntnis des  Grundwasserstandes ist also die wichtigste Voraussetzung für die Art des Brunnens.

Den Grundwasserstand erfährt man bei seiner zuständigen Gemeinde (Untere Wasserbehörde). Dort muss man ja ohnehin die Brunnenbohrung beantragen.

Liegt der Grundwasserspiegel dagegen tiefer als 8 Meter, scheidet ein Schlagbrunnen aus. Auch der Einsatz eines Hauswasserwerkes ist dann nicht mehr möglich. Aber dazu später mehr.

Einen Brunnen schlagen

Die Brunnenart bzw. die Art der Brunnenpumpe wird durch den Wasserbedarf festgelegt. Wer nur ein paar Gießkannen füllen möchte, der kann die einfachste und billigste Art eines Gartenbrunnens, nämlich einen Schlagbrunnen mit Handschwengelpumpe herstellen. Das geht verhältnismäßig schnell und erfordert gegenüber einem Bohrbrunnen weniger Arbeits- und Materialeinsatz. Ein Schlagbrunnen mit Schwengelpumpe liefert halt auch die geringste Wassermenge und ist überdies auch von der Muskelkraft des Bedieners abhängig.

Hauswasserwerk und Schwengelpumpe über T-Stück angeschlossenMan kann aber auch ein Hauswasserwerk mit einer Schwengelpumpe kombinieren, indem man das Hauswasserwerk an einem T-Stück vor der Schwengelpumpe anschließt.

Den Zugang zur Schwengelpumpe und Hauswasserwerk regelt man dann per Absperrhahn.

Aber Achtung der Rammfilter lässt nur 0,5 bis 0,7 m³ pro Stunde durch. Wenn daher die angeschlossene Jetpumpe 1,5 m³ ansaugt ist der Brunnen ganz schnell leergesaugt und dann ist Feierabend im wahrsten Sinn des Wortes.

Eigentlich ist ein Schlagbrunnen aber gar kein Schlagbrunnen sondern ein Bohrbrunnen.

Erst bei Erreichen der wasserführenden Schicht darf der Schlagfilter mit dem Hammer oder Schlaggerät weitergetrieben werden.  Wer versucht den Schlagfilter von der Erdoberfläche an mit dem Hammer ins Erdreich zu treiben, wird sich wundern, wie krumm so ein stabiles Rohr werden kann und wie schnell die Verbindungsmuffen brechen oder undicht werden.

Bis zur wasserführenden Schicht muss also wie beim richtigen Bohrbrunnen mit dem Handbohrer mindestens mit 50 mm Durchmesser eben doch gebohrt werden.

 

 

Die eigentliche Brunnenbohrung

Bei höherem Wasserbedarf kommt dann der Einsatz eines Hauswasserwerkes  als billigste und einfachste Lösung bei Wasserständen deutlich unter 8 Meter in Frage. Die physikalische Grenze des Ansaugweges, nicht des Druckweges, eines Hauswasserwerks liegt bei 8 Meter. Um eventuellem Trockenlauf bei Absinken des Grundwasserstandes vorzubeugen, sollte der Saugkorb mindestens 1 Meter, besser 2 Meter unter dem Grundwasserspiegel hängen.

Jetzt muss die Brunnenbohrung aber mit einem Erdbohrer von mindestens 80 mm Durchmesser eingebracht werden. Dies ist erforderlich damit ein DN 80 Brunnenrohr verwendet werden kann. Der Saugkorb des Hauswasserwerkes kann dann ohne Klemmgefahr  sicher eingeführt werden.

Es ist jedoch sehr empfehlenswert statt eines DN 80 Brunnen- und Filterrohrs ein DN 115 Rohr zu verwenden. Dies hat gute Gründe. Sollte der Wasserspiegel einmal beträchtlich absinken, was dieses Jahr der Fall war, könnte jederzeit das  Hauswasserwerk gegen eine vernünftige 4 Zoll Tiefbrunnenpumpe ausgetauscht werden. Diese Pumpe kann dann in fast jeder beliebigen Höhe im Brunnenrohr hängen, weil sie nicht saugt sondern nur drückt. Eine Verlängerung des Saugschlauches eines Hauswasserwerkes scheidet ja aus den genannten Gründen aus.

Die Größe der Tiefbrunnenpumpe

Es gibt zwar auch 3 Zoll Tiefbrunnenpumpen die in ein DN 80 Brunnenrohr passen. Diese sind jedoch im Vergleich zu einer 4 Zoll Tiefbrunnenpumpe  unwirtschaftlicher und verschleißanfälliger. Im Gegensatz zu 4 Zoll Pumpen die mit 2850 Umdrehungen laufen, drehen diese mit fast 12.000 Umdrehungen um an die Leistungsdaten einer 4 Zoll Pumpe ranzukommen. Was das für den Verschleiß gerade bei sandbelasteten Brunnebohrungen bedeutet, liegt auf der Hand. Die Pumpenhydraulik wird bei diesen dünnen Pumpen geradezu mit Sand beschossen.

Der Einsatz einer Tiefbrunnenpumpe bei einem Grundwasserspiegel tiefer als 8 Meter ist ein absolutes Muß.Und wenn es schon eine Tiefbrunnenpumpe sein muss, sollte es auf jeden Fall ein 4 Zoll Modell sein. Damit ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Es ist natürlich klar, dass eine Brunnenbohrung für eine leistungsstarke Tiefbrunnenpumpe arbeitsintensiver  und teurer als ein sogenannter „Schlagbrunnen“ ist, sollte dem angehenden Brunnenbohrer aber klar sein.

Die vorangestellten Gedanken sind nur einige Grundüberlegungen die man anstellen sollte, bevor man sich auf ein solch aufwendiges Projekt wie die Herstellung eines eigenen Gartenbrunnes einlässt. Für den versierten Heimwerker ist das aber alles kein Problem.

Wenn die Entscheidung gefallen ist, welcher Brunnen hergestellt werden soll, geht es an die Werkzeug- und Materialbeschaffung für die Brunnenbohrung.

 

 

  1. Welches Werkzeug man dazu benötigt.
  2. Welche Kosten für welche Materialien auf Einen zukommen.
  3. Wie geht Brunnenbohren eigentlich.
  4. Was kostet ein eigener Brunnen,
  5. Was kann man dabei an Wassergeld sparen?
  6. Geht das alles mit eigener Kraft, oder sollte man doch besser einen professionellen Brunnenbauer beauftragen und was kostet das dann?

 

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