Druckabfall/Druckdifferenz bei Tiefbrunnenpumpen von der Pumpe bis zur Erdoberfläche

Die Typenbezeichnung der meisten Tiefbrunnenpumpen enthalten schon einen Hinweis auf den erreichbaren Maximaldruck, bzw dieser geht aus dem Typenschild bzw. den technischen Daten der Gebrauchsanleitung hervor. Von dem physikalisch bedingten Druckabfall ist meist nicht die Rede

Die verschiedenen Modelle werden auch gerne mit dieser “theoretischen” Druckleistung beworben, der Verbraucher erwartet demgemäß auch oft diesen Druck an seinem Wasserhahn. Dass eine Tiefbrunnenpumpe diesen Maximaldruck aus rein physikalischen Gründen auch nicht annähernd an den Wasserhahn bringen kann, wird dabei gerne verschwiegen. Deshalb hier mal ein paar ganz nüchterne Fakten:

Berechnung des tatsächlichen Wasserdrucks an den Entnahmestellen.

  • Der Maximaldruck einer Tiefbrunnenpumpe wird nur unmittelbar an der Austrittsöffnung der Pumpe selbst, bei unvermindertem Leitungsquerschnitt erreicht.
  • Muss das Wasser aus einer Tiefe von 10 Metern gefördert werden, beträgt der Druckverlust bereits 1 bar. (0,1 bar pro Höhenmeter). Dies ist nur der Förderhöhe geschuldet.
  • Für Leitungsverluste, Querschnittsverkleinerungen, Winkel und Bögen muss nochmal 1/3 Druckverlust also 0,3 bar draufgeschlagen werden. Durch die Anbringungshöhe des Wasserhahns gehen nochmal ca. 0,1 -0,2 bar flöten.

Somit wären wir bei einem Druckverlust von etwa  1,4 bar angelangt. Von einer Pumpe mit einer Maximalleistung von 4,2 bar, wie sie eine großer Teil der gängigen Pumpen aufweist, kämen also nur mehr 2,8 bar an der Zapfstelle an. Die Druckleistung läge somit ganz erheblich unter dem Druck der Hauswasserleitung die je nach Versorgungsbetrieb bei einem Druck von 4 – 6 bar betrieben wird.

Dazu müsste die Pumpe aber immer unter  Vollast laufen, was sie mindestens genauso schlecht veträgt wie ein Auto, welches ständig unter Vollgas läuft.

Wenn keine großen Ansprüche an die Leistungsfähigkeit der Bewässerungsanlage gestellt werden wie zum Füllen von Wasserfässern Gießkannen  oder für einen handelsüblichen Rasensprenger plus Gartenschlauch, ist diese Druckleistung natürlich ausreichend.

Wenn es aber um eine mehr oder weniger ausgedehnte unterirdische Bewässerungsanlage mit mehreren Versenkregnern auf einem größeren Grundstück handelt, wäre dann doch schon eine Pumpe mit wesentlich höherem Maximaldruck erforderlich. Die erforderliche Leistung für die einzelnen Düsen und Sprenger eines Bewässerungssystems ergeben sich aus den Datenblättern der entsprechenden Hersteller. z. B „Hunter“

 

 

 


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