Elektrofahrräder erhöhen die Mobilität ganz beträchtlich.

Elektrofahrräder mit MittelmotorPedelec mit Mittelmotor und zentralem Accu

Lange Zeit als Seniorenfahrräderräder abgetan, begeistern sich in letzter Zeit auch immer mehr jüngere Menschen für das Fahrrad mit unterstützendem Elektromotor.

Mittlerweile gibt es auch im Bereich des Freizeitradsports Elektro Mountainbikes. Die Stückzahlen der produzierten Elektrofahrräder ist in den letzten beiden Jahren geradezu explodiert. Entsprechend groß ist mittlerweile das Angebot, sowohl in technischer als auch in qualitativer Hinsicht.

Elektrofahrräder gibt es mittlerweile zu einem Preis von 399.- Euro als „Schnäppchen“ beim Discounter, bis hin zum 4-stelligen Preis eines Kleinwagens.  Die Unterschiede in der technischen Ausstattung und damit auch in der Preisgestaltung sind gewaltig. Beim Kauf eines Elektrofahrrades sind je nach Einsatzzweck einige Dinge zu beachten.

Es ist ein beträchtlicher Unterschied, ob das Elektrorad nur auf kurzen Strecken im innerstädischen Bereich eingesetzt wird oder ob damit öfters Bergtouren unternommen werden sollen.

Über eines muss man sich aber bei Kauf eines Elektrofahrrades im Klaren sein: Die Technik und insbesondere die Steuereloktronik erfordert einen wesentlich höheren Wartungsaufwand als beim herkömmlichen Fahrrad.

Von daher ist sehr wohl zu überlegen, ob es dann sinnvoll ist, ein Schnäppchen beim Discounter zu erstehen oder doch besser zum Fachhändler zu gehen, bei dem Beratung und Wartung jederzeit gewährleistet ist.

Allerdings bekommt man im Fachhandel zum Discounterpreis noch nicht einmal einen vernünftigen Accu. Schauen wir uns zunächst aber einmal die unterschiedlichen Elektrofahrräder sowohl in technischer als auch in rechtlicher Hinsicht an. Es geistern einige unterschiedlicheBegriffe und Bezeichnungen herum und oft ist der Unterschied zwischen einem Pedelec und einem E-Bike gar nicht bekannt.

Meist wird allgemein von E-Bikes gesprochen, obwohl man eigentlich Pedelcs meint. So bezeichnen eigentlich alle Fahrradhändler ihre angebotenen Elektrofahrräder generell als E-Bike. Dies ist eigentlich falsch. Beim E-Bike handelt es sich eben nicht mehr um ein Fahrrad, sondern um ein Kleinkraftrad, das im Gegensatz zum Pedelec auch ohne Tretbewegung fährt.

Ein E-Bike ist rechtlich völlig anders zu bewerten als ein Pedelec. Da es aber praktisch vom Marktanteil fast keine Rolle spielt, können wir die Sprachdefinition getrost vernachlässigen. Eigentlich meint man im deutschen Sprachraum mit dem Begriff E-Bike ein Pedelec.

Pedelecs, bei Senioren besonders beliebt, sind rechtlich Fahrräder.

 

Im Gegensatz zum E-bike unterstützt der Elektromotor nur die Tretbewegung. Abgesehen von einer zulässigen Anfahrhilfe die allerdings bei 6 km/h endet, geht ohne Pedalbewegung beim Pedelec gar nichts. Der Elektroantrieb setzt bei den Pedelecs nur bei Pedalbetätigung ein und schaltet bei einer Geschwindigkeit von maximal 25 km/h ab.

Die Motornennleistung darf maximal 250 Watt betragen.

Pedelecs dürfen auch über eine kurzzeitige Anfahrhilfe verfügen, die ohne Pedalbetätigung bis zu einer Geschwindigkeit von 6 km z. B die Berganfahrt unterstützt.

Es gibt in dieser Gruppe keine Helmpflicht, keine Führerschein- oder Prüfbescheinigungspflicht keine Haftpflichtversicherungspflicht und keine Altersgrenze. Auch ein Anhänger zum Kindertransport darf am Pedelec im Gegensatz zum S-Pedelec und E-Bike mitgeführt werden.

Der Elektromotor schaltet zwar beim Erreichen der 25 km/h ab, mit Muskelkraft kann das Pedelec aber durchaus schneller gefahren werden. Pedelcs sind also die Elektrofahrräder die im Mittelpunkt des Interesses von uns Seniorinnnen und Senioren stehen.

S– Pedelecs, auch Pedelecs 45 genannt, sind keine Fahrräder mehr.

S-pedelecs funktionieren ganz genauso wie die Pedelecs, die Motorunterstützung der Tretkurbel wird aber erst bei einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h abgeregelt. Daher auch die Bezeichnung Pedelec 45. S.Pedelecs stellen daher rechtlich eine ganz andere Kategorie dar, sind den Fahrrädern eben nicht mehr gleichgestellt und gelten stattdessen als Kleinkraftrad. Die zulässige Motorleistung beträgt 500 Watt also das Doppelte wie bei normalen Pedelecs.

Der S-Pedelec-Fahrer benötigt einen Führerschein der Klasse M, das Elektrofahrrad ist zulassungs- und versicherungspflichtig, benötigt demzufolge ein Versicherungskennzeichen und nach dem Fahrerlaubnisrecht muss der Fahrer mindestens 16 Jahre alt sein. S-Pedelec Fahrer müssen wie Kleinkraftradfahrer einen Helm tragen. Wohlgemerkt ein Fahrradhelm reicht nicht aus.

Neben einer ganz wesentlichen Gefahrerhöhung durch die Geschwindigkeit von 45 km/h ist der Betrieb durch die Versicherungspflicht und den meist wesentlich höheren Anschaffungspreis, weitaus teuerer. Radwege dürfen von S-Pedelecs nicht mehr benutzt werden. Das Mitführen von Anhängern zur Kinderbeförderung ist ebenfalls nicht zulässig.

E-Bikes sind keine Fahrräder, sondern Kleinkrafträder (Elektromofas)

E-Bikes sind Elektrofahrräder deren Motor eigenständig arbeitet (Drehgriff) ohne Einsatz der Pedale. Der Motor darf im Gegensatz zum 250 Watt Motor des Pedelecs 500 Watt leisten. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf lediglich 20 km/h begrenzt.

Rechtlich gesehen sind E-Bikes, abgesehen von der geringeren Höchstgeschwindigkeit, dem Mofa gleichgesetzt. Der Fahrer benötigt also eine Prüfbescheinigung, ein Versicherungskennzeichen ist erforderlich und das Mindestalter beträgt 15 Jahre.

Nach dieser Definition fällt mir kein Grund ein, warum man sich ein solches Gefährt kaufen sollte. Man findet auch im Internet kaum Angebote für diese Fahrzeuge sie sind praktisch vom Markt verschwunden.

Soweit die Unterscheidungsmerkmale der Elektrofahrräder.Wer sich für weitere technische Details interessiert dem seien die Informationsseiten des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs empfohlen.

Für uns Senioren sind wohl die Pedelecs mit einer Motorunterstützung bis 25 km/h die Fahrzeuge, die uns am meisten interessieren. Der Marktanteil der „normalen Pedelecs“ beträgt schließlich auch 95 %.


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