Kann man Gewebefilter oder Kiesklebefilter mit der Kiespumpe einplunschen?

Gewebefilter und alle anderen Feinsandfilter müssen innerhalb eines Mantel- oder Schutzrohres in die Brunnenbohrung eingebracht werden.

Durch direktes Einplunschen würden die empfindlichen Filteroberflächen beschädigt werden. Der Haftwiederstand des umgebenden Erdreiches erfordern ja Auflasten von bis zu 400 kg auf dem Brunnenrohr damit dieses nach unten rutscht. Und das funktioniert auch nur mit glattwandigem Filterrohr. Filterstrümpfe oder Gewebe würden glatt ab oder aufgerissen. Dick auftragende Sandklebefilter würden das direkte Einplunschen sofort blockieren.

Muss man Brunnenpumpen im Winter aus- oder abbauen?

Wenn es sich um eine Tiefbrunnenpumpe handelt kann diese im Winter im Brunnen verbleiben.

Ein Hauswasserwerk muss im Winter abgebaut werden, oder einschließlich aller Leitungen frostsicher untergebracht sein.

Tiefbrunnenpumpe oder Hauswasserwerk

Wenn der Grundwasserstand nicht tiefer als 7 Meter ist, empfiehlt sich ein Hauswasserwerk. Ein Hauswasserwerk besitzt sowohl ein Membranausgleichsgefäß, einen meist mechanischen Druckschalter, einen Vorfilter und einen Trockenlaufschutz. Aber Vossicht! nicht alle Hauswasserwerke haben diese Vollausstattung.

Bei der Tiefbrunnenpumpe muss man diese Teile alle noch zusätzlich kaufen und zusammenbauen. Dafür kann die Tiefbrunnenpumpe aus großer Tiefe, bis zu 120 Meter Wasser fördern. Ein Hauswasserwerk kann aus maximal 8 Meter Tiefe Wasser ansaugen. Es kommt in der Leistung auch nicht ganz an die Teifbrunnenpumpe heran.

Warum braucht man einen Brunnenkopf

Der Brunnenkopf ist der obere Abschluß des Brunnenrohres und ist erforderlich um das Brunnenrohr gegen Verunreinigungen zu schützen. Er wird auf das abgesägte Brunnenrohr gesteckt und verklebt. Der Brunnenkopf enthält die sicheren und dichten Durchführungen für das Stromkabel, die Druckleitung und das Sicherungsseil. Er befindet sichüblicherweise in der Brunnenstube.

Näheres unter http://www.brunnenbau-forum.de/grundwissen/3067-welche-rolle-spielt-der-brunnenkopf-bei-einem-brunnen.html

 

3 Zoll oder 4 Zoll Tiefbrunenpumpe welche soll ich wählen ?

Für die Wahl einer 3 Zoll Tiefbrunnenpumpe gibt es nur einen Grund, nämlich, wenn das verwendete Brunnenrohr für eine 4-Zoll Pumpe zu eng ist. Aufgrund des geringeren Durchmessers muss die 3 Zoll Tiefbrunnenpumpe wesentlich höher drehen, um ähnliche Leistungen wie das 4 Zoll Modell zu bringen. 4-Zoll Modelle laufen mit ca. 2800 Umdrehungen, 3-Zoll Pumpen sind mit ca. 11000 Umdrehungen  fast viermal so schnell. Das hat Folgen hinsichtlich der Laufleistung. Sandanteile im Wasser werden mit 4 facher Geschwindigkeit von den Laufrädern in die Diffusoren geschossen. Also warum sollte man sich das antun, wenn man genausogut eine 4 Zoll Tiefbrunnenpumpe verwenden könnte.

Tiefbrunnenpumpe mit Kunststofflaufrädern oder mit Edelstahllaufräder, was ist besser?

Schwer zu sagen, Edelstahl und Noryl sind beides sehr hochwertige Werkstoffe die sich wohl gegenseitig nichts wegnehmen. Mittlerweile verbauen auch viele Markenhersteller Noryl Kunsstoff sowohl als Laufräder als auch als Diffusoren. Kunststoff ist auf keinen Fall minderwertiger. Messing dagegen verträgt überhaupt keinen Sand weil es, weniger abriebfest gegenüber den anderen beiden Werkstoffen, den Beschuß mit Sandpartikeln nicht lange verträgt und sich rasch abnutzt.

Wie finde ich Grundwasseradern ?

Gar nicht, denn es gibt keine Grundwasseradern. Grundwasser ist flächendeckend vorhanden, oder auch nicht, wie in manchen Mittelgebirgen dem Harz oder dem Hochschwarzwald. In diesen Gebieten ist Grundwasser nur sehr schwer zu finden. Das Grundwasser befindet sich großflächig zwischen den Erdrinden und ist nach unten durch die Grundwassersohle abgedichtet. Wenn der Grundwasserspiegel für das entsprechende Gebiet bekannt ist stößt man zwangsläufig in dieser Tiefe auf Wasser. Trotzdem hält sich das Märchen von Grundwasseradern hartnäckig.

Wo sollte man eine Tiefbrunnenpumpe im Brunnenrohr positionieren

Die Einlaßöffnung der Tiefbrunnenpumpe muss sich mindestens einen Meter oberhalb der Filterstrecke des Brunnenrohres befinden.  Am besten wird das Brunnenrohr so eingebaut, dass die Filterstrecke mindestens 3  Meter unterhalb des Grudwasserstandes beginnt. Dann kann die Pumpe so positioniert werden, dass sie 2 Meter unter dem Grundwasserspiegel und 1 Meter über der Filterstrecke hängt.

Was ist der Unterschied zwischen einem mechanischem und einem elektronischem Druckschalter ?

Der elektronische Druckschalter ist fest auf einen bestimmten Einschalt- und Ausschaltdruck eingestellt. Er schaltet sich ein, wenn der Einschaltdruck im Leitungssystem unterschritten wird und im Gegensatz zum mechanischen Druckschalter, erst wieder aus, wenn die Tiefbrunnenpumpe den Höchstdruck erreicht hat. Die Pumpe läuft also immer auf volle Leistung. Elektronische Druckschalter dürfen bei Hochdruckpumpen über 10 bar nicht mehr eingesetzt werden. Sie haben allerdings im Gegensatz zum mechanischen Druckschalter einen Trockenlaufschutz.

Der mechanische Druckschalter lässt sich dagegen fein auf einen variablen Ein- und Ausschaltdruck einstellen. Er kann die Tiefbrunnenpumpe also auch schon vor Erreichen des Höchstdrucks abschalten. Diese Funktion ist beim Klarpumpen eines neuen Brunnens überaus hilfreich. Die Pumpe läuft so nicht wie beim elektronischen Druckschalter ständig auf Vollgas.

Wie hoch ist der Druckverlust einer Tiefbrunnenpumpe ?

Der Druckverlust einer Tiefbrunnenpumpe beträgt 0,1 bar pro Meter Tauchtiefe. Wenn die Pumpe also in 10 Meter Tiefe hängt, beträgt der Druckverlust an der ersten Zapfstelle 1 Meter über der Erdoberfläche mindestens 1,1 bar. Die Druckangabe auf dem Typenschild ist lediglich der theoretisch erreichbare Höchstdruck, unmittelbar am Pumpenausgang.


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