Fehler beim Plunschen, Beschädigungsgefahr, Kiespumpe richtig benutzen.

Ein folgenschwerer Fehler beim Plunschen kann dem unerfahrenen Brunnenbohrer in der Anfangsphase des Kiespumpeneinsatzes unterlaufen, wenn die Kiespumpe noch nicht voll im Grundwasser steht.

In der Übergangsphase vom Brunnenbohrereinsatz zum Einsatz der Kiespumpe ist oft noch nicht genug Grundwasser im Bohrloch vorhanden. Das Bohrgut gleitet vom Brunnenbohrer trotz Ablaufschutz ab. Der Brunnenbohrer wird wirkungslos.

Fehler beim Plunschen in der Anfangsphase vermeiden.

Die Funktionsweise der Kiespumpe wurde bereits an mehreren Stellen beschrieben. Ohne Wasser kann die Kiespumpe nicht funktionieren, Ohne Wasser kann der Kolben kein Vakuum erzeugen, das Bohrgut kann nicht in die Kiespumpe eingesaugt werden.

Der Brunnenbohrer muss also mit dem Gartenschlauch genügend Wasser in das Bohrloch leiten, damit die Kiespumpe überhaupt funktionieren kann.

Beim Hochziehen des Kiespumpenkolbens muss dieser logischerweise den Widerstand durch die über ihm stehende Wassersäule überwinden. Es ist eine gewisse Kraft beim Ziehen am Seil der Kiespumpe erforderlich.

Wenn diese aber dann nur teilweise im Wasser steht, weil zu wenig Wasser zugegeben wurde, oder dieses im Verlaufe des Plunschen zu schnell versickert, fällt der Wasserwiderstand mitten in der kräftigen Zugbewegung plötzlich weg.

Wenn der Brunnenbohrer mit gleicher Kraft weiterzieht, knallt der Kolben dann voll mit seiner gesamten Masse gegen den oberen Führungsteil der Kiespumpe. Die Kiespumpe mit welcher dies passiert ist, besitzt einen sehr schweren und effektiven Kolben von 6 kg Gewicht. Dies entspricht einem schweren Vorschlaghammer der dann mit voller Wucht gegen die mit dem Kiespumpenrohr doppelt verschweißte Führungsplatte von 10 mm Stärke prallt. In diesem Fall hier hat der Brunnenbohrer dies nach eigenen Angaben 30 bis 35 mal praktiziert.

Dieser Fehler beim Plunschen, der durch ein lautes metallisches Geräusch begleitet wird, welches ja nicht durch das Wasser gedämpft wird, kann vom unerfahrenen Brunnenbohrer leicht falsch eingeordnet oder in seiner folgenschweren Bedeutung völlig unterschätzt werden.

Fehler beim Plunschen 1
Vorher
Fehler beim Plunschen 2
Nach der Sonderbehandlung

In diesem Fall wurde die Funktion der Kiespumpe durch zahlreiche Splitter eines zuvor geschlitzten und mit 200 Kilo Auflast in den Boden getrieben KG Rohrs verhindert, die unter der Kiespumpe quer lagen. Deshalb hat der Brunnenbohrer wieder und wieder versucht die Kiespumpe zum Arbeiten zu bringen und dabei diesen schweren Fehler beim Plunschen begangen.

Und wieder einmal hat sich gezeigt, ein KG Rohr ist kein Brunnenrohr und hält selbst mittelmäßiger Belastung oft nicht stand.

Fehler beim Plunschen 3

„Brunnen bohren Das Handbuch“

Das Bohren eines eigenen Brunnens beschreibt „Brunnen bohren – Das Handbuch“ sehr ausführlich und Schritt für Schritt, sodaß am Ende der Lektüre eine sichere Entscheidung möglich ist, ob „Selberbohren“ Sinn macht

Inhalt des Ratgebers  ist unter Anderem auch die ausführliche Beschreibung aller für den Brunnenbau erforderlichen Spezialwerkzeuge, Brunnenbauzubehör, Pumpen, Brunnenrohr  und sonstigem Installationsmaterial. Aufgrund dieser sehr detaillierten Beschreibungen kann man dann auch das Angebot des Brunnenbauers in allen Punkten richtig beurteilen und einordnen.

„Brunnen bohren das Handbuch“ steht in folgenden Versionen zur Verfügung:

Als gedrucktes Taschenbuch mit Graustufenbildern im Innenteil

Als PDF File zum Download mit vollfarbigen Innenseiten