Gartenbewässerung – Leitungsnetz allgemein

Wenn das Brunnenbauprojekt dann abgeschlossen ist und der erste Gartenwasserhahn endlich Wasser satt liefert, muss entschieden werden, wie die Gartenbewässerung denn nun stattfinden soll.

Je nach Grundstücksgröße stellt sich die Frage, ob die Gartenbewässerung mehr oder weniger manuell oder besser automatisch erfolgen soll ? Begnügt man sich mit mit einem oberirdischen Schlauchsystem mit einzelnen manuellen Hähnen oder soll es ein unterirdisches Rohrsystem mit oder ohne Magnetventilsteuerung einzelner Bewässerungssektoren  sein?

Vor- und Nachteile im Hinblick auf Kosten und Bequemlichkeit wollen gegeneinander abgewogen werden.

Gartenbewässerung über Schlauchanschlüsse und Wasserhahn

Schlauchanschlüsse

Wasserhahn und Schlauchanschlüsse für Regner

Im einfachsten Fall kann die Gartenbewässerung  sicher über einen Wasserhahn und 2 oder 3 Anschlüsse für z. B. einen Gartenschlauch mit Düsse und  1 bis 2 Schlauchanschlüsse für entsrechende Sprühdüsen oder

Segmentregner

Ein einstellbarer Segmentregner mit Verschiebeschlitten

Regner bestehen.  Der Schlauchanschluß ermöglicht dann auch eine gewisse Flexibilität durch Versetzung der Regner. Dies könnte paraktisch sein, wenn sich die Bepflanzung des Grundstückes grundlegend ändert.

Aber auch in diesem einfachen Fall sollte ein elektronischer Schalter (Presscontrol) dafür sorgen, dass sich die Tiefbrunnenpumpe beim Aufdrehen und Zudrehen der einzelnen Verbraucher, ein und ausschaltet.  Schnell sind mal alle Hähne zugedreht und es wird vergessen, die Pumpe auszuschalten.  Gerade in diesem Jahr habe ich in der Nachbarschaft schon zweimal erlebt, dass dadurch die Pumpe zerstört wurde, weil kein Trockenlaufschutz bestand.

Gartenbewässerung  durch unterirdisches Rohrsystem

Die nächste Ausbaustufe wäre dann ein unterirdisch verlegtes System aus Kunststoffrohren. Da in diesem Fall die Platzierung der einzelnen Wasserspender ohne größeren Aufwand nicht mehr veränderbar ist, bedarf es einer sorfältigen Planung.  Auswahl und Standort der einzelnen Versenk- Steigrohr und Turbienenregner muss genau festgelegt werden, um eine flächendeckende Gartenbewässerung zu gewährleisten. Am besten verwendet man dazu die Datenblätter der Düsen und Regner und die vielfach angebotenen Planungsunterlagen und -hilfen der einzelnen Hersteller.

Vorsicht ist auch geboten bei der Auswahl der zu verwendenden Kunststoffrohre. So ist das üblicherweise im Baustoff- und Sanitärhandel erhältliche 25 Millimeter DVGW geprüften trinkwasserzulässigen PE Rohr auf keinen Fall gleichzusetzen mit dem wesentlich weicheren und auch dünnwandigeren Gardena – Verlegerohr welches keine Trinkwasserzulassung hat. Das härtere und druckstabilere PE Rohr ist nämlich mit den Gardena Fttings und

Schnellverschlüssen kaum wirklich dicht zu klemmen und eigentlich nur für die dazugehörigen PE-Schraubfittings vorgesehen. Während das Gardena System das Rohr lediglich mit einer Drittel Umdrehung sichert. Wenn man Verlegerohre der verschiedenen Hersteller für die Gartenbewässerung in Betracht zieht, die lediglich für Drücke bis 4,5 bar geprüft sind sollte man berücksichtigen, dass bei Einschalten einer Tiefbrunnenpumpe Drücke auftreten können, die ganz wesentlich über diesem Wert liegen.  Abhilfe schafft hier die Installation eines Membranduckbehälters der e Kräfte abfedert. DVGW geprüfte PE Rohre dagegen sind für bis zu 12,5 bar Dauerdruck geprüft.

Beim Verlegen des Rohrsystems im Garten, sollte man darauf achten, dass die Leitungen deutlich unter der Spatentiefe verlaufen. Dies wäre auch im Hinblick auf spätere Grabarbeiten von großem Vorteil. Empfehlenwert wäre auch die Fertigung eines genauen Plans des Leitungsverlaufs um spätere böse Überraschungen bei Anlegen eines Gartenteichs oder ähnlichen Vorhaben auszuschließen.

 

 


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