Gartenbewässerung mit Kunststoffrohr

Vor dem Verlegen von Kunstoffrohr muss natürlich entschieden werden, welche Bepflanzung wie und wo bewässert werden soll.

Grundsätzlich gilt: Der Durchmesser des Kunststoffrohres  zu den einzelnen Sprüh oder Turbinenregnern sollte 25 mm betragen.

Zum Anschluß von Microdripp , Sprüh- oder Sickerbewässerung  ist der Leitungsdurchmesser geringer.  Dem Microdrip Rohrsystem ist ein Druckminderer vorzuschalten und getrennt von der Regnerbewässerung über einen separaten Rohrsektor anzusteuern.

Wenn eine Mischung von Sprüh- Turbinen oder Segmentregnern vorgesehen ist, sind diese ebenfalls getrennt über jeweils einen Rohrsektor anzusteuern. Dies ist erforderlich weil die verschiedenen Regnersysteme unterschiedliche Niederschlagsmengen liefern. Um den durchschnittlichen Wasserbedarf pro Quadratmeter Fläche zuz liefern müssen Sprüdüsenregner nicht so lange laufen wie Turbinenregner. Es wird nur  selten und bei kleinen Gärten möglich sein, die Gartenbewässerung mit einem einzigen, kompletten Sektor zu realisieren.

Planung des Bewässerungssystems mit Kunststoffrohr

Zunächst einmal ist, wie im vorhergehende Artikel beschrieben der von der Leistung der installierten Tiefbrunnepumpe  und dem bisherigen Leitungsdurchmesser bestimmte  statische Druck auf dem bisherigen Rohrnetz festzustellen. Dazu ist natürlich mindestens 1 Wasserhahn zum Anschluss des erforderlichen Manometers nötig. Mit diesen Daten  ist auf den entsprechenden Herstellertabellen (Hunter) die Literleistung des Systems ablesbar.

Bei einem gemessenen statischen Druck von 5,2 bar und einem 25 mm Kunststoffrohr beträgt  die Durchflussmenge 76 Liter / Minute oder 4,56 Kubikmeter pro Stunde. Das Datenblatt eines Sprühregners von 5,2 Meter Radius  weißt einen Wasserbedarf von 1,14 Kubikmeter/Stunde aus.  Wenn also die Anlage maximal 4,56 Kubikmeter liefert, können zeitgleich nur 4 solcher Vollkreisregler versorgt werden. Nach diesen Grunddaten ist die Planung eines Bewässerungssystems mit Kunststoffrohr auszurichten und gegbenenfalls mehrere, mit jeweils einem Ventil gesteuerte Bewässerungssektoren vorzusehen.

Die handelsüblichen Regner benötigen einen Wasserdruck von ca. 2-4 bar. Bei mehr als 5 bar muss ein Druckminderer eingebaut werden, jedenfalls dann, wenn das übliche etwas weichere und dünnwandigere Verlegerohr gewählt wird, welches nur auf 4 bar geprüft ist. Es gibt aber auch andere PE Rohre die  nach DVGW geprüft, also trinkwasserzugelassen sind und je nach Qualitätsstufe eine Druckprüfung bis maximal 16 bar hinter sich haben. Allerdings sollte man von der Bauart und Belastung, sowie der Materialstärke unterschiedliches Kunststoffrohr nicht mischen. Aufgrund der unterschiedlichen Materialeigenschaften sind ansonsten Undichtigkeiten an den Verschraubungen nicht ausgeschlossen. Natürlich wird die Sprüh und Literleistung eines Regners der mit 2 bar Druck versorgt wird, wesentlich unter dem in der Tabelle der Hersteller angegebenen Durchschnittwswerte liegen. Eine absolute Funktionssicherheit in dem angegebenen Bereich, meist 2-4 bar ist jedoch auf jeden Fall gewährleistet. Viele Regner arbeiten auch schon mit 1,4 bar Druck völlig einwandfrei.

 


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