Das Jahr 2018  brachte uns einen heißen und trockenen Sommer mit katastrohalen Trockenschäden in weiten Teilen Deutschlands. So mancher Gartenbesitzer musste deshalb in der Gartensaison eine schöne Stange Geld für die Bewässerung seines Gartens ausgeben.

Vielleicht ist daher gerade jetzt die Zeit dafür, einmal über einen eigenen Brunnen im Garten nachzudenken.

Aber wie geht  das – einen Gartenbrunnen selbst bohren?

Gartenbrunnen selbst bohren spart je nach Grundestücksgröße bei den heutigen Wasserpreisen bis zu 900 Euro Wasserkosten im Jahr und ist deshalb das ideale Selbstbauprojekt für den ambitionierten Heimwerker und Gartenbesitzer.

 Wenn Du deinen  Gartenbrunnen selbst bohren willst  brauchst Du folgende Ausrüstung:

Gartenbrunnen selbst bohren

„Fast“ kostenloses Wasser aus dem eigenen Brunnen

Brunnenbohren ist eine Heidenarbeit. Diese Plackerei tut man sich garantiert nicht an, wenn nicht auch finanziell was dabei heraus kommt.

Dazu mal eine ganz einfache Rechnung :

  • Wasserkosten  aus dem öffentlichen Netz für ein 400 bis 500 m² großes Grundstück 160 m³  ca 900 €/Jahr
  • Herstellungskosten eines Bohrbrunnens durch Fachfirma ca. 3500.-€. Amortisation  nach ca. 4 Jahren
  • Kosten durch Do it yourself ca. 1100 – 1500  €. 
  • Amortisation beim Selberbohren daher bereits nach weniger als 2 Jahren.

 

Gartenbrunnen selbst bohren

Ein immergrüner Garten durch Bewässerung mit einem Brunnen

Wer seinen liebevoll angelegten Garten in einem regenarmen  Sommer nicht vertrocknen lassen will, kann beim Rasensprengen und Blumengießen an einem heißen Tag, je nach Grundstücksgröße, schon mal locker 20 Euro täglich „in den Sand setzen.“

Das ist bei Wasserpreisen von um die 3,00 Euro und den Abwasserkosten in etwa gleicher Höhe wirklich kein Kunststück. Ein richtig professioneller Segmentregner mit 8-15 Meter Wurfweite kann schon mal locker 2-4 Kubikmeter Wasser pro Stunde verbrauchen.

Da sind die 20 Euro ganz schnell weg. 3-4 Versenkregner schaffen das auch.

Bei einer Tiefbrunnenpumpe mit 1 Kw/h Leistung fallen demgegenüber in zwei Stunden nur 60 Cent Stromkosten an.

Und das sind meine konkreten Wasserkosten:

Mein Garten von etwas über 400 Quadratmeter Bewässerungsfläche braucht in einem trockenen Sommer etwa 160 m³/. – (Durch Wasseruhr gemessen) – Die Tiefbrunnenpumpe mit einer Maximalleistung von 6000 l/h schafft unter realistischen Bedingungen ca. 4.000  bis 4.500 l/h,  sodass für 160.000 Liter rund 20 Euro Stromkasten anfallen 160 Kubikmeter kosten bei uns in Mannheim inclusive Abwassergebühr und Servicegebühren 840 Euro. Stand 1/2016. Das war auch schon mal teurer.

Selbst wenn Gartenbrunbnben selbst bohren neue Pumpeman jetzt noch eventuell eine Rückerstattung von 200 bis 300 Euro für das im Garten benutze Leitungswasser abzieht, bleibt eine Ersparnis von mindestens  600 bis 700 Euro pro Jahr.

Wenn das kein Argument für einen Gartenbrunnen ist, weiß ich auch nicht.

Wenn ich alles zusammenrechne und auch die, in all den Jahren notwendigen Reparaturen und Erweiterungen mal großzügig mit 100 Euro jährlich ansetze, komme ich seit Inbetriebnahme des Brunnens im Jahr 2004 auf eine Summe von rund 6000.- Euro, die ich durch den selbstgebohrten Brunnen in 12 Jahren eingespart habe.

Das Projekt Brunnenbohrung hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt.

Mein Fazit:

  • Brunnenbohren ist anstrengend

  • Man kann eine Menge Geld sparen wenn man selbst Hand anlegt

  • Brunnenbohren als DIY Projekt macht Spaß, zumindest dann wenn sich der Erfolg einstellt.

Wenn die Bodenverhältnisse unkompliziert sind (Nachbarschaftsinformation), der Boden aus Erde, Sand, Kies besteht, steht der Herstellung des Gartenbrunnens mit eigener Hände Arbeit nichts mehr im Wege.

Übrigens ist der Glaube an Wasseradern und Wünschelrutengänger offenbar nicht auszurotten. Deshalb sei hier einmal festgestellt: Grundwasser ist stets großflächig auf verschiedenen Schichten vorhanden und bewegt sich sehr langsam in Richtung Meer. Von unterirdischen Wasseradern kann überhaupt nicht die Rede sein. Bei bestimmten Bodenzusammensetzungen kann es vielleicht mal zu einem stärkeren vorübergehenden Wasserfluss kommen, wenn es besonders stark regnet. Die „Adern“ verschwinden danach aber wieder. Wer an Einzelheiten interessiert ist, dem sei der folgende Link empfohlen:   

http://www.angewandte-geologie.geol.uni-erlangen.de/wasserad.htm

Lehm- Ton- und Schluffschichten in der Erde, erschweren die Eigenbohrung dann doch schon wieder etwas, machen sie aber nicht unmöglich.

Ist der Boden dagegen steinig, ist ein Bohrbrunnen in Eigenarbeit wohl eher nicht angesagt und eine Fachfirma muss her.

Wenn Du  deinen Gartenbrunnen selbst bohren willst solltest Du dich zuvor umfassend informieren.

Einen Brunnen kann man aber nicht mal einfach so bohren, im Vorbeigehen, wie man vielleicht ein Regal an die Wand schraubt. Man kann dabei eine Menge falsch machen und braucht daher auch entsprechendes Fachwissen.

Dazu gibt im Internet eine Menge Informationen aber auch noch mehr gefährliches Halbwissen, manchmal mit kostspieligen Folgen. Andererseits gibt es aber auch einige Fachforen, in denen Hobbybrunnenbohrer aber auch professionelle Brunnenbauer Fragen beantworten. 

Wie auch immer, bevor man sich ans Werk macht, ist Suchen nach den richtigen Informationen angesagt. Dies kann mühsam und zeitintensiv werden, aber es führt kein Weg daran vorbei.

Die Brunnenbauerforen sind voll von enttäuschten Brunnenbohrern die entnervt und frustriert, teilweise nach wochen- oder gar monatelangen erfolglosen Bohrversuchen aufgegeben haben – die zwar schon ein paar hundert Euro losgeworden sind, aber immer noch kein Wasser haben.

Man sollte also schon im Vorfeld klären, wie Brunnenbohren per Hand überhaupt geht, bevor man sich ans Werk macht.

Ich habe meinen ersten Brunnen 2004 gebohrt und bin aus heutiger Sicht zwar mit Begeisterung und voller Tatendrang, aber auch ebenso blauäugig an die Sache herangegangen. Ich habe zusammen mit meinen Helfern viele Fehler gemacht, weil wir es  einfach nicht besser wussten.

Wir mussten das dummerweise verwendete braune KG Rohr austauschen und haben auch an anderer Stelle Lehrgeld bezahlen müssen. Letzendlich hatten wir doch Erfolg. Heute wird unser Garten vollautomatisch bewässert.

Nachdem ich 2014 die aktive Bohrerei aufgeben musste, habe ich mich darauf verlegt, die Erfahrungen der letzten zehn Jahre aufzuschreiben.

  • Zunächst ist daraus der Blog entstanden und schließlich auch das Handbuch „Gartenbrunnen selbst bohren“ Ich beschreibe darin zunächst den Verlauf unseres Brunnenprojektes mit allen Fehlern und deren Ursachen und den daraus zu ziehenden Konsequenzen.
  • Anschließend folgt ein Kapitel mit den Empfehlungen wie ich heute Schritt für Schritt vorgehen würde, wenn ich einen Brunnen bohren wollte.
  • Dann folgt ein Abschnitt, der die Vorgehensweise bei der Erweiterung des Brunnenbauprojektes zu eine computergesteuerten Gartenbewässerunganlage mit 4 getrennten Bewässerungsschleifen beschreibt.
  • Im letzten Abschnitt geht es um Werkzeug und Materialkunde, Bau und Funktionsbeschreibungen von Bohrgeräten und Zubehör.

Seit Mai 2017 gibt es jetzt auch die Weiterentwicklung des Brunnenbohrer Handbuchs als Kompendium mit fast verdoppeltem Inhalt und wesentlich detaillierteren technischen Informationen auf dem Stand vom Frühjahr 2017. Als gedrucktes Taschenbuch steht es jetzt auch im Format DIN A 4  für 13,90 Euro  zur Verfügung.

 

 

Als PDF File zum Anschauen oder ausdrucken  enthält es auch alle Bilder in Farbe. Sofortdownload

 

 

 

 

 

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