Grundwasserstände wirken sich auf Brunnen aus.

Grundwasserstände

Wie lange reicht das Grundwasser noch

Zur Zeit droht  nach einem Bericht des SWR vom 20-2-2017  in Baden-Württember ein bedenklicher Rückgang der allgemeinen Grundwasserstände.

Durch die anhaltende Trockenheit im Winter 2016/2017 sind Rückgänge von bis zu 1,5 Meter zu verzeichnen.

Bedenklich ist vor allen Dingen, dass sich auch jetzt einsetzende Regenfälle nur sehr zeitverzögert auf den Grundwasserbestand auswirken werden.

Wenn auch noch keine globalen Folgen dieses Umstandes drohen, kann dies für den einzelnen Brunnenbetreiber mitunter fatale Folgen haben.

Diese können vor Allem dann leicht auftreten, wenn die Tiefbrunnenpumpe nicht der allgemeinen Empfehlung folgend mindestens 2 Meter unterhalb des Grundwasserspiegels eingebaut wurde.

Die gleichen Probleme treten natürlich noch viel eher auf, wenn der Saugschlauch einer Kreiselpumpe oder eines vollautomatischen Hauswasserwerks aufgrund eh schon grenzwertig tiefer Grundwasserstände  gerade mal so eben im Grundwasser hin um gerade nochmal so zu funktionieren.

Da zahlt es sich dann jetzt aus, wenn man ein paar Euro mehr investiert und zumindest ein Hauswasserwerk mit Trockenlaufschutz installiert hat. Hauswasserwerke sollten zwar in der Regel über Winter abgebaut und frostfrei gelagert sein. Manche Pumpen sind aber auch dauerhaft in einem frostfreien Raum untergebracht und würden jetzt beim Einschalten halt über den Saugschlauch keine Wasser mehr saugen  können. Aber das merkt man dann ja in der Regel beim Einschalten und kann entsprechend reagieren und die Pumpe abschalten.

Zu befürchten ist allerdings, dass die niedrigen Grundwasserstände doch den Sommer über anhalten wird.

Abhilfe bei einem zu kurzen Saugschlauch des Hauswasserwerkes könnte bringen, um das Brunnenrohr herum eine Brunnenstube geräumig auszugraben und die Pumpe einfach einen Meter tiefer  in die Brunnenstube zu setzten.

Ist das Hauswasserwerk aber über das eingerammte Rohr eines Schlagbrunnens angeschlossen, hilft nur abwarten und hoffen, dass der Grundwasserstand wieder ansteigt und das Hauswasserwerk dann wieder funktioniert.

Bei der im Trockenen hängenden Tiefbrunnenpumpe müssten dagegen das PE Druckrohr verlängert werden. Wenn die Pumpe aber wie empfohlen etwa 1 Meter über dem Beginn der Filterstrecke hängt, ist der Spielraum halt auch auf diesen Meter beschränkt.

Ansonsten nimmt man ja einen erhöhten Sandeintrag in Kauf wenn die Pumpe im Bereich der Filterstrecke hängt. Die Tiefbrunnenpumpe wird damit möglicherweise beschädigt.

Das Sicherungsseil und die Stromleitung müssten gegebenenfalls auch verlängert werden. Alles in Allem können sich die niedrigen Grundwasserstände also auch für den einzelnen Brunnebesitzer in den nächsten Monaten zu einem großen Ärgerniss ausweiten.

In der Vergangenheit gab es bei Wasserknappheit auch immer wieder mal regionale Verbote der Wasserentnahme. Hoffen wir dass solche Massnahmen, die dann natürlich auch die Gartenbesitzer treffen werden die keinen Brunnen haben im kommenden Sommer nicht nötig sein werden.

Hier der interessante  Beitrag des SWR vom 20.2.2017:  http://mp4-download.swr.de/swr-fernsehen/landesschau-bw/zoom/919709.sm.mp4

 


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