Hauswasserwerk

[su_button style=“stroked“ background=“#1e93e8″ color=“#fefdfd“ size=“11″ wide=“yes“ center=“yes“ icon_color=“#c9444f“ text_shadow=“0px 0px 0px #f9f6f6″ title=“h1″]Hauswasserwerk Einsatzbereich und Grundwasserstand[/su_button]

Ein Hauswasserwerk kann in einem Bohrbrunnen eingesetzt werden, wenn die Ansaughöhe maximal 8 Meter beträgt. Dabei ist zu beachten, dass die Ansaughöhe die Höhe des Grundwasserstandes ist.

Man geht bei Tiefbrunnenpumpen davon aus, dass der Grundwasserspiegel sich ca 2 Meter über dem Ansaugpunkt der Pumpe befinden sollte, um auftretende Schwankungen des Grundwasserstandes sicher auszugleichen. Diese Schwankungen können bedingt durch die Ergiebigkeit der wasserführenden Erdschicht aber auch jahreszeitlich durch die Niederschlagsmenge verursacht sein.

Bei einem schwach ergiebigen Brunnen, kann der Wasserstand während der Entnahme rasch mal auch über 1 Meter absinken. Wenn das Hauswasserwerk also unter allen Bedingungen sicher funktionieren soll, wäre bei 6 Meter Wasserstand Schluss oder man nimmt in Kauf, dass das Ansaugventil des Hauswasserwerkes schlimmstenfalls auch mal im Trockenen hängen kann.

Wenn die Brunnenstube und damit der Standort des Hauswasserwerkes tiefer gelegt werden kann, ergibt sich eine dementsprechend günstigere Einsatzgrenze. Es soll Brunnenstuben geben, die aus diesem Grund 2 Meter tief sind.

Vergleich Hauswasserwerk und Tiefbrunnenpumpe

Im Winter muss ein Hauswasserwerk im Gegensatz zur Tiefbrunnenpumpe entfernt oder frostsicher untergebracht werden. Was die Leistung angeht sind Hauswasserwerke mit Druckkessel durchaus mit Tiefbrunnenpumpen zu vergleichen. Es gibt Hauswasserwerke mit einer Literleistung bis zu 9.600 l/h. Auch bei der Preisgestaltung herrschen ähnliche Verhältnisse.

Beim Vergleich der technischen Daten muss man aber aufpassen und die maximale Saughöhe von 8 Metern nicht mit mit der Förderhöhe, der Druckhöhe von schon mal  bis 70 Metern verwechseln. Die maximale Saughöhe von Hauswasserwerken ist eine feststehende physikalische Größe, die sich weder durch Erhöhung der Umdrehungszahlen oder der elektrischen Leistungsaufnahme beeinflussen lässt.

Maßgeblich für die maximale Saughöhe eines Hauswasserwerkes ist aber die Hohe des Grundwasserspiegels und nicht die Höhe des Saugkorbes.

Die von den Herstellern angegebene maximale Saughöhe von bis zu 9 Metern ist nur unter den optimalsten Laborbedingungen zu erreichen. In der Praxis sind solche Saughöhen völlig unrealistisch. Bei 7 Metern ist die Obergrenze für eine zuverlässige Funktion erreicht. Bei der Tiefbrunnenpumpe gibt es keine derartige Leistungsgrenze, die saugt ja in der Höhe an, in der sie hängt. Alles was nach oben geht ist Druckleistung und kann durchaus bei großen Pumpen mehrere hundert Meter betragen.

Ein Vorteil von Hauswasserwerken ist aber auch der angebaute Druckkessel als Pufferspeicher für die oft kurzzeitigen Druckanforderungen z.B. kurzes Aufdrehen des Wasserhahns oder Betätigung der angeschlossenen Toilettenspühlung um ein zu häufiges Anspringen der Pumpe zu hindern.

Auch ein Druckschalter ist bereits meist an- oder eingebaut, sodaß die Pumpe automatisch beim öffnen des Wasserhahns anspringt.

Um dies bei einer Tiefbrunnenpumpe zu erreichen, muss ein separater Druckkessel und eben noch das Presskontroll ins Leitungsnetz eingebaut und zusätzlich gekauft werden.

Vergleichstabelle verschiedener leistungsfähiger Hauswasserwerke

Fachliteratur Brunnenbau

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