Pumpensteuerung mit mechanischen und elektronischen Druckschaltern

Die Pumpensteuerung durch Druckschalter bewirkt das Anlaufen der Tiefbrunnenpumpe, wenn der Wasserhahn aufgedreht oder der Rasensprenger eingeschaltet wird.

Sinkt der Druck im Leitungssystem unter den fest eingestellten oder einstellbaren „Einschaltdruck“ ab, schaltet die Pumpensteuerung/der Druckschalter die Pumpe ein. Dieses Verhalten haben alle Druckschalter gemeinsam. Beim Ausschalten der Pumpe gibt es aber wesentliche Unterschiede bei den verschiedenen Schalterarten. Dies bezieht sich sowohl auf elektronische als auch auf mechanische Druckschalter.

Pumpensteuerung durch elektronischen Druckschalter

PumpensteuerungDer altbekannte und zuverlässige Presscontroll war je nach Modell entweder auf 1,5 oder auf 2,0 bar Einschaltdruck eingestellt. Elektronische Druckschalter werden neuerdings auch mit einstellbarem Einschaltdruck von 1,5 bar bis 3,5 bar angeboten.  Der Ausschaltdruck ist aber erst in einer höheren Preisklasse regelbar.

Im Zusammenwirken mit einem Ausdehnungsgefäß mit konstantem Vordruck, sollten beide Kompenenten auf den gleichen Einschaltdruck eingestellt werden. Unterbleibt dies, wird die ausgleichende Wirkung des Ausdehnungsgefäßes nicht optimal genutzt. Im Klartext, Vordruck des Ausdehnungsbehälters beträgt 2 bar, Einschaltdruck des Presscontrol beträgt aber 1,5 bar, funktioniert nicht richtig.

Ausdehnungsgefäße sind oft luftgefüllt und die Membran ist mit einem Autoventil ausgestattet. Dadurch kann der Vordruck leicht mit einem Reifenfüller mit Manometer dem Einschaltdruck des Druckschalters angepasst werden. Übrigens, 50 Liter Inhalt sollte ein Membranausgleichsbehälter schon fassen, um damit eine beachtenswerte Druckausgleichswirkung zu erreichen. Der Vordruck sollte mindestens 2 mal jährlich kontrolliert werden. Ausdehnungsgefäße mit einer hochwertigeren Gasfüllung sind für den Hausgebrauch natürlich ungleich schwerer nachzufüllen, als solche mit Luftinhalt.

Elektronische Druckregler enthalten wie der mechanische Druckschalter auch einen Trockenlaufschutz. Weil der Ausschaltzeitpunkt nicht eingestellt werden kann, läuft die Pumpe mit voller Leistung bis ihr Maximaldruck erreicht ist. Das ist der gleiche Effekt, wie wenn ein Auto ständig Vollgas fährt, was nicht besonderss materialschonend wirkt.

Elektronische Druckschalter mit variablem Einschaltdruck sind bereits ab ca. 40 Euro erhältlich. Elektronische Druckschalter beinhalten ein Rückschlagventil und einen Trockenlaufschutz. Wenn man etwas mehr Geld ausgiebt, erhält man auch Modelle mit präziserer Elektronik. Für den Hausgebrauch reicht das oben abgebildete Model von Agora Tec jedoch völlig aus.

Brio Top elektronische Pumpenstuerung mit einstellbarem Abschaltdruck.

Der Brio Top elektronische Druckschalter lässt jetzt auch die Regelung des Abschaltdruckes zu und bietet damit ähnlich wie die mechanischen Druckschalter eine teilvariable Steuerung an.  Mit ca. 115 Euro ist er aber um ein Mehrfaches teurer als ein mechanischer Druckschalter

Mechanischer Druckschalter als (teil)-variable Pumpensteuerung.

Beim mechanischen Druckschalter kann sowohl der Einschaltdruck als auch der Ausschaltdruck durch Stellschrauben einfach reguliert werden. Dadurch ist es möglich die Druckleistung der Tiefbrunnenpumpe zu begrenzen. Die Motordrehzahl kann damit nicht geregelt werden. Ein wirklich gleichbleibender Druck unter allen Betriebsbedingungen kann auch durch den mechanischen Druckschalter nicht geleistet werden.

Die Pumpe läuft dann nur bis zum Erreichen des eingestellten Abschaltdrucks. Durch diese Leistungsreduzierung, die sich natürlich auch auf die Fördermenge auswirkt, kann die Pumpe dann auch zum Klarpumpen mit verminderter Leistung eingesetzt werden. Zum Anschluss an das System ist wegen des kleineren Gewindes oft ein Adapter erforderlich. Ansonsten bewegen sich die Preise für die Pumpenstuerung  durch mechanische Druckschalter auch im unteren zweistelligen Bereich. Aber Vorsicht, im Gegensatz zurm elektronischen Druckregler haben viele billige mechanische Schalter keinen Trockenlaufschutz.
Schwieriger wird die Pumpensteuerung wenn die Entnahmemenge zu gering ist. Dies kann der Fall sein wenn die Sprühdüse eines einzel benutzten Gartenschlauches sehr fein eingestellt wird. Auch der alleinige Betrieb eines Sprühschlauchs kann die Einhaltung eines gleichmäßigen Wasserdrucks nur durch Ein- und Ausschalten des Druckschalters unmöglich machen. Wenn dieser Fall eintritt, gibt es auch dafür Lösungen. Man muss allerdings schon etwas mehr Geld in die Hand nehmen.

Wirklich variable Pumpensteuerung  durch Konstant-Druck-Regler

Konstant-Druck-Regler (Invertersteuerung) sind die Königsklasse der Pumpensteuerung. Dieser elektronische Druckschalter garantiert laut Hersteller bei richtiger Installation und Einstellung einen gleichbleibenden Wasserdruck. Dies erreicht er, indem er die Drehzahl der Tiefbrunnenpumpe durch Strommodulation der abgerufenen Wassermenge anpasst. Die anderen Druckschalter, egal ob elektronisch oder mechanisch regeln das nur grob, eben nur über Einschalten oder Ausschalten.

Dieser Konstant-Druck-Schalter ist nur bei 220 Volt Pumpen  mit PSC Motor einsetzbar die invertergeeignet sind. Preislich ist diese Art der Pumpensteuerung allerdings mit über 280 Euro schon beim Preis einer brauchbaren Tiefbrunnenpumpe angesiedelt.

Konstantdruckschalter die Königsklasse

Die Auswahl des richtigen Druckschalters für den benötigten Zweck ist nur eines von vielen Themen, wenn es darum geht einen eigenen Brunnen zu bohren und eine Gartenbewässerung einzurichten.


Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du dich damit einverstanden.

Schließen