Rollator als Hilfe für gehbehinderte Menschen

Ein Rollator kann sehr wohl ein Beitrag zum Erhalt der Mobilität sein. Als Gehhilfe ermöglicht der richtig ausgewählte Rollator oft bei bereits stark ausgeprägten Gehbehinderungen noch Wege in der näheren Umgebung ohne fremde Hilfe. Durch die integrierte Sitzmöglichkeit sind auch Pausen bei etwas längeren Wegen möglich und erweitern so die Mobilität gehbehinderter Menschen ganz beträchtlich.

Je nach Ausstattung sind auch weitere Wege im Park und Gelände und unebenen Flächen wie Kopfsteinpflaster und Kieswege zu bewältigen. Aber Rollator ist nicht gleich Rollator. Dementsprechend liegen die Preise auch zwischen 50 Euro beim Discounter und 750 Euro beim Sanitätsfachgeschäft. Erhalt und Herstellung der Mobilität im Alter ist leider auch manchmal eine Geldfrage und bedarf oft auch einer gewissen Kompromissbereitschaft.

Es gibt einige Kriterien die es beim Rollator Kauf zu berücksichtigen gilt. Deshalb sollte vor dem Kauf eine fachmännische Beratung stehen. Der Rollator Kauf im Internet kann daher problematisch werden. Oft wird in einschlägigen Internetportalen nach einer entsprechenden Abfrage der Anforderungskriterien auf den örtlichen Fachhandel verwiesen. Einige Einstellmöglichkeiten sollte man einfach sinnvollerweise ausprobieren können. Eine kleine Checkliste mag dabei hilfreich sein.

Folgende Eigenschaften sollte ein guter Rollator haben.

  •  leicht doch gleichzeitig stabil
  • einfach und leicht zusammenklappbar für den Transport im Auto
  • möglichst große gummibereifte Räder für unebenes Gelände, kein Hartplastik
  • zuverlässige und leicht lösbare Feststellbremse
  • leicht bedienbare Handbremsen, Handbremsgriffe leicht greifbar
  • Handgriffhöhe verstellbar
  • Bequeme sichere Sitzfläche mit Rückengurt oder Stütze
  • Anhebehilfe für Bordstein und Treppenkanten
  • Einkaufskorb oder Befestigungsmöglichkeit für Taschen
  • Halterungen für Gehstöcke oder Krücken

Nach diesen Kriterien kann man ja auch schon im Vorfeld suchen, auch ohne dass einem schon ein Fachberater zur Verfügung steht. So lassen sich schon für die eigenen Ansprüche ungeeignete Modelle ausschließen.

Darauf sollten Sie beim Rollator - Kauf achten
Wer nach entsprechender medizinischer Indikation einen Rollator zum Nulltarif kaufen möchte, sollte auf eine vorhandene Hilfsmittelnummer des Produktes achten. Ohne diese bezahlen die Krankenkasse nämlich gar nicht oder nicht vollständig. Kassenmodelle erfüllen nur den Grundbedarf und deshalb sind bei den Basismodellen natürlich oft auch die oben genannten Kriterien nur teilweise vorhanden.

Die ersten beiden Kriterien, leicht und leicht zusammenklappbar lassen sich selbst überprüfen. Bei billigen Modellen sind die entsprechenden Gelenke und Scharniere gelegentlich schwergängig. Idealerweise sollte sich der Rollator einhändig zusammenfalten lassen. Es ist auch wichtig, dass sich der zusammengefaltete Rollator sicher und kompakt in öffentlichen Verkehrsmitteln abstellen lässt. (gut funktionierende Feststellbremse).

Die Stabilität lässt sich durch eine Sitzprobe feststellen. Die Räder lassen sich ja durch Augenschein checken, die Leichtgängigkeit der Feststellbremse lässt sich ebenfalls leicht selbst überprüfen. Es kommt besonders darauf an, dass der dafür vorhandene Hebel nicht zu weit vom Handgriff entfernt ist und man zu seiner Betätigung den Handgriff nicht loslassen muss. Manche Feststellbremsen lassen sich auch schlecht lösen. Die Handbremsgriffe sollten parallel zum Handgriff in einem solchen Abstand befestigt sein, dass sie mit den Fingern auch gut erreichbar sind und nicht nur mit den Fingerkuppen berührt werden können.

Ganz besonders wichtig ist die leichte aber doch sichere Verstellbarkeit der Handgriffhöhe. Diese Einstellung muss so vorgenommen werden, dass sich die Hände bei aufrechtem Gang in ausgestreckter Haltung auch sicher auf den Handgriffen abstützen können. Bei zu niedriger Einstellung ist eine gebückte und damit anstrengende und ungesunde Haltung die Folge. Im Anderen Fall sind die Unterarme stärker angewinkelt und die abstützende Wirkung ist nicht mehr im erforderlichen Maß gegeben.

Auch die mit Rückenband versehene Sitzfläche sollte in der Höhe verstellbar sein, damit ein ermüdungsfreies Sitzen mit auf dem Boden stehenden Füßen und waagrecht leicht aufliegenden Oberschenkeln möglich ist. Stimmt die Sitzhöhe nicht, können Durchblutungsstörungen nicht ausgeschlossen werden.

Die restlichen drei Kriterien – Anhebehilfe für die Bordsteinkannte, Einkaufskorb und Halterung für Gehstöcke dürften klar sein und bedürfen keiner weiteren Erläuterung. In der letzten Zeit wurden verschiedene Rollator Tests durchgeführt, an denen man sich orientieren kann. Nicht immer haben dabei die teuersten Modelle auch am besten abgeschnitten.

Wissenswertes zu Rollatoren im Einzelnen finden Sie hier. (link)


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