Tropfbewässerung und Tiefbrunnenpumpe

Tropfbewässerung / Perlschlauch an Tiefbrunnenpumpe anschließen, geht das ?

Immer wieder taucht die Frage auf, ob man einen Tropf, Perl- oder Sprühschlauch auch mit einer Tiefbrunnenpumpe betreiben kann. Bei einem normalen Hauswasseranschluss ist das ja überhaupt kein Problem. Eine Tiefbrunnenpumpe hat aber das Problem, dass ihre Leistung im Prinzip für die Tropbewässerung überdimensioniert ist.

Wenn nur geringe Wassermengen aus dem System entnommen werden, muss sich die Pumpe immer häufiger ein- und ausschalten. Dabei treten große Belastungen für die elektronischen Motorbauteile auf, die beim bis zum 5-fachen des Normalbetriebs liegen können. Die Pumpenhersteller schreiben deshalb auch vor, dass je nach Fabrikat nicht mehr als 20 bis 30 Schaltvorgänge in der Stunde durchgeführt werden dürfen. Durch den alleinigen Betrieb einer Tropfbewässerung dürften aber weit mehr als 30 Schaltvorgänge pro Stunde provoziert werden.

Es empfiehlt sich daher die Tropbewässerung parallel zu anderen Wasserverbrauchern anzuschließen. Da die Schaltzeiten für die Verbraucher anderer Schleifen der Wasserversorgung wie Getrieberegner, Sprühdüsen oder Segmentregner viel kürzer ausfallen können, als die Einschaltzeit der Tropfbewässerung, könnte die Tropbewässerung einfach über eine Bypassleitung mit Zeitschaltuhr mitlaufen, während die anderen Schleifen über Magnetventile der Reihe nach angesteuert werden. Die Zeitschaltuhr lässt sich ja ohne Probleme auf den Zeitraum einstellen, in dem die einzelnen Schleifen der vollautomatischen Bewässerungssteuerung abgearbeitet werden.

Selbstverständlich kann die Versorgung auch per Handhahn parallel zur automatischen Steuerung erfolgen, was im Sinne einer vollautomatischen Bewässerungssteuerung natürlich wieder weniger Sinn machen dürfte.

Eine andere Möglichkeit wäre, ein möglichst großes Ausdehnungsgefäß in das System einzubauen (50-200 Liter) welches die durch die geringe Wasserentnahme notwendigen Einschaltvorgänge auf ein erträgliches Minimum reduziert. Ein Ausdehnungsgefäß wirkt sich generell günstig auf das gesamte Bewässerungssystem aus. Es verminderte die Druckstöße, die beim Betätigen von Wasserhähnen oder Kugelventilen auftreten, ganz beträchtlich.

Der Druck für die Tropfbewässerung muss natürlich durch entsprechende Druckreduzierer abgesenkt werden, um die Schäuche und Leitungen der Microbewässerung nicht zu überlasten. Selbstredend reduziert sich das Problem der geringen Entnahmemenge durch einen größeren Bereich der Tropfbewässerung.

 


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